Wachstum und Stabilität in der GaLaBau-Branche
Die Garten- und Landschaftsbau-Branche (GaLaBau) hat im Jahr 2011 ein deutliches Wachstum erzielt. Der Gesamtumsatz stieg auf 5,59 Milliarden Euro, was eine Steigerung von 9,26 Prozent gegenüber dem Vorjahr (5,11 Milliarden Euro) bedeutet.
Diese Entwicklung spiegelt sich auch in der Anzahl der Betriebe und Beschäftigten wider. Die Zahl der Fachbetriebe erhöhte sich um 6,70 Prozent auf 16.460 Unternehmen (2010: 15.427). Gleichzeitig stieg die Zahl der Beschäftigten um 3,28 Prozent von 92.338 auf 95.365 Personen.
Mit 5,59 Milliarden Euro konnte die grüne Branche ihren Gesamtumsatz in 2011 gegenüber der bisherigen Rekordmarke von 5,11 Milliarden Euro in 2010 sogar um fast 500 Millionen Euro (9,26 Prozent) steigern. Beim Blick auf den Finanzmarkt und das Gerangel der Politik um den Euro zeigt sich: Grün ist offenbar eine starke 'Währung'. Immer mehr Menschen schätzen den Wert von Grün und investieren damit in ihre Lebensqualität. Das spiegelt sich in der weiter gestiegenen Nachfrage positiv in unserer Branche wider.
August Forster, Präsident des Bundesverbandes GaLaBau e. V. (BGL), führte das Wachstum auf die konjunkturelle Dynamik und die gestiegene Nachfrage nach grünen Dienstleistungen zurück. Auch die milden Temperaturen im November und Dezember 2011 hätten dazu beigetragen, dass die Betriebe länger arbeiten konnten.
Stabile Insolvenzquote und steigender Marktanteil im Privatgarten-Bereich
Die Insolvenzquote der GaLaBau-Branche lag 2011 bei 0,84 Prozent und verharrte damit auf dem Niveau des Vorjahres. Bei den über 3.300 Mitgliedsbetrieben des BGL war die Quote mit 0,78 Prozent geringer als bei Nichtmitgliedern (0,85 Prozent).
Im Privatgarten-Bereich setzte sich die positive Entwicklung fort. Der Marktanteil stieg von 54,98 Prozent im Jahr 2010 auf 55,29 Prozent des Gesamtumsatzes von 5,59 Milliarden Euro im Jahr 2011. Dies markiert das zehnte Jahr in Folge, in dem dieser Bereich eine positive Entwicklung verzeichnet.
Grün zählt für immer mehr Menschen in ihrer privaten Umgebung schon zu den Wohlfühl-Faktoren, die sie längst nicht mehr missen möchten.
August Forster betonte die wachsende Wertschätzung von Grünflächen für die Lebensqualität. Er erwartet, dass dies langfristig auch zu einer verstärkten Forderung nach grünen Lebensräumen im Rahmen der nachhaltigen Stadtentwicklung führen wird.
Umsatzverteilung in öffentlichen und gewerblichen Bereichen
Die Auftraggeberstruktur im öffentlichen Bereich blieb 2011 mit einem Umsatzanteil von 18,69 Prozent stabil (2010: 18,45 Prozent). Der Wohnungsbau trug 8,42 Prozent zum Umsatz bei (2010: 9,97 Prozent), während die Industrie 6,74 Prozent (2010: 8,18 Prozent) ausmachte. Generalunternehmer waren für 6,41 Prozent des Umsatzes verantwortlich (2010: 5,11 Prozent), und sonstige Auftraggeber für 4,44 Prozent (2010: 3,31 Prozent).
Neuanlage von Grün als Hauptumsatzträger
Die Neuanlage von Grün blieb auch 2011 der stärkste Umsatzträger der Branche und bildete mit 77 Prozent des Gesamtumsatzes den Arbeitsschwerpunkt im GaLaBau. Im Vorjahr lag dieser Anteil bei 78 Prozent.
Der Anteil der Pflege bestehender Anlagen am Umsatz stieg seit 2009 kontinuierlich an und erreichte 2011 ein Fünftel des Umsatzes (20 Prozent). Im Jahr 2010 waren es 19 Prozent und 2009 18 Prozent.
Im Bereich der Pflege zählten 2011 Gebäudereiniger und Hausmeister (23,67 Prozent), gemeinnützige Einrichtungen (18,78 Prozent) sowie die Schwarzarbeit (17,14 Prozent) zu den stärksten Wettbewerbern des Garten- und Landschaftsbaus.
Erfolgreiche Nachwuchswerbung und Ausbildungsquote
Die Ausbildungsquote im GaLaBau, gemessen an den gewerblichen Arbeitskräften, lag 2011 bei 9,73 Prozent. Insgesamt wurden 6.717 junge Menschen zu Landschaftsgärtnern ausgebildet. Im Jahr 2010 waren es 6.930 Auszubildende.
Die engagierten Nachwuchswerbe-Aktivitäten haben sich im GaLaBau ausgezahlt. Die Ausbildungsquote, gemessen an den gewerblichen Arbeitskräften, lag in 2011 bei 9,73 Prozent. Insgesamt ließen sich von über 10.000 Auszubildenden in gewerblichen Garten- und Landschaftsbau-Betrieben im vergangenen Jahr 6.717 junge Menschen zu Landschaftsgärtnern ausbilden.
Obwohl die Ausbildungsquote gegenüber 2010 (10,2 Prozent) leicht sank, blieb die Zahl der Auszubildenden angesichts der abnehmenden Zahl von Schulabgängern auf einem hohen Niveau.