Auszeichnung für gentechnikfreie Landwirtschaft in Bayern
In München wurden 30 bayerische Kommunen mit dem Logo „Gentechnikanbaufreie Kommune“ ausgezeichnet. Die Verleihung erfolgte durch Umweltminister Dr. Marcel Huber.
Dr. Huber betonte, dass der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen nicht mit der Struktur der bayerischen Landwirtschaft und den naturnahen Lebensräumen vereinbar sei. Bereits über 200 bayerische Städte, Gemeinden und Landkreise haben sich freiwillig dazu verpflichtet, auf ihren Flächen auf den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen zu verzichten. Das einheitliche Logo soll diese Initiative in der Öffentlichkeit sichtbar machen.
Das Logo hat sich zu einem Erfolgsmodell entwickelt.
Seit 2009 findet in Bayern kein kommerzieller Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen mehr statt. Der Umweltminister forderte, dass Bayern weiterhin gentechnikfrei bleibt. Dazu sei es notwendig, dass der Bund den Ländern das Recht überträgt, eigenständig Abstände zwischen Feldern mit und ohne Gentechnik festzulegen. Diese Regelung sei im Koalitionsvertrag vereinbart worden. Das Bayerische Naturschutzgesetz sieht bereits vor, dass in Natura 2000-Gebieten und in einem Umkreis von 1.000 Metern eine Verträglichkeitsprüfung für den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen erforderlich ist.
Ausgezeichnete Kommunen
Folgende Kommunen erhielten das Logo:
- Landkreis Berchtesgadener Land
- Landkreis Garmisch-Partenkirchen
- Landkreis Main-Spessart
- Landkreis München
- Landkreis Rhön-Grabfeld
- Stadt Bad Berneck im Fichtelgebirge
- Stadt Laufen
- Stadt Leutershausen
- Stadt Moosburg a.d. Isar
- Stadt Weißenburg
- Gemeinde Ampfing
- Gemeinde Bernbeuren
- Gemeinde Bindlach
- Gemeinde Bruckberg
- Gemeinde Fridolfing
- Gemeinde Gachenbach
- Gemeinde Gleiritsch
- Gemeinde Hohenthann
- Gemeinde Huglfing
- Gemeinde Kirchanschöring
- Gemeinde Königsdorf
- Gemeinde Oberhaching
- Gemeinde Piding
- Gemeinde Rohr
- Gemeinde Seeshaupt
- Gemeinde Sennfeld
- Gemeinde Teunz
- Gemeinde Wackersberg
- Gemeinde Wiesenfelden
- Markt Winklarn
Die Stadt Arzberg sowie die Gemeinden Höchstadt und Thiersheim wurden bereits zuvor mit dem Logo ausgezeichnet.
