Effektiver Schutz für Sauerkirschen vor Glomerella cingulata
Das Fungizid Malvin WG, das sich bereits im Anbau von Süßkirschen bewährt hat, ist nun auch für den Einsatz in Sauerkirschen zugelassen. Die Genehmigung nach § 18 a Pflanzenschutzgesetz (PflSchG) erstreckt sich auf die Bekämpfung der Bitterfäule, verursacht durch den Erreger Glomerella cingulata.
Die Erreger der Bitterfäule können bereits lange vor der eigentlichen Reife unbemerkt auf den Kirschen vorhanden sein. Typische Symptome wie runde, oft tief ins Fruchtfleisch einsinkende Flecken treten meist erst kurz vor der Ernte in Erscheinung. Befallene Früchte sind nicht mehr genießbar und verlieren ihre Vermarktungsfähigkeit.
Ein vorbeugender Einsatz von Malvin WG ist daher zur effektiven Kontrolle der Bitterfäule ratsam. Die Anwendung erfolgt im Zeitraum von der Fruchtentwicklung bis zum Beginn der Fruchtreife, entsprechend den BBCH-Stadien 71 bis 81. Die empfohlene Aufwandmenge beträgt 0,6 kg pro Hektar in maximal 500 Litern Wasser pro Hektar und Meter Kronenhöhe, was einer Konzentration von 0,12 Prozent entspricht.
Malvin WG kann bis zu dreimal pro Saison gegen Bitterfäule eingesetzt werden, wobei ein Behandlungsabstand von 7 bis 14 Tagen einzuhalten ist. Die Wartezeit bis zur Ernte beträgt 21 Tage. Der Wirkstoff in Malvin WG ist Captan mit einem Gehalt von 800 g/kg. Captan gehört zur Wirkstoffgruppe der Phthalimide und ist ein Multi-Site-Fungizid, das die Stoffwechselreaktionen der pilzlichen Erreger an verschiedenen Stellen stört.
Neben der Anwendung in Kirschen besitzt Malvin WG ein breites Einsatzspektrum. Es wird unter anderem gegen Schorf und Obstbaumkrebs in Kernobstkulturen verwendet, wobei auch Erreger der Kelch- und Fruchtfäule miterfasst werden. Darüber hinaus findet Malvin WG Anwendung gegen Rankenkrankheit, Rutensterben und Triebsterben in Beerenobst. Das Produkt ist in 10 kg Säcken erhältlich.
