Bedeutung grüner Infrastruktur und Investitionsbedarf
Der Bund deutscher Baumschulen (BdB) begrüßt den Beschluss des Bundeskabinetts zum Masterplan Stadtnatur, der die Stärkung des Stadtgrüns vorsieht. Gleichzeitig betont der Verband die Notwendigkeit massiver Investitionen, um den Ausbau voranzutreiben.
Der Kabinettsbeschluss ist ein starkes Signal für lebenswerte Städte. Denn ein leistungsfähiges Stadtgrün ist der Schlüssel dafür.
Dies erklärte Markus Guhl, Hauptgeschäftsführer des BdB. Er wies darauf hin, dass in Deutschland bei der Bewältigung des Klimawandels oft technische Lösungen im Vordergrund stünden. Dabei seien Pflanzen, insbesondere Bäume, wichtige CO2-Speicher, Feinstaubfilter und natürliche Klimaanlagen im urbanen Raum.
Grüne Städte sind im Sommer kühler als Betonwüsten. Gerade Hitzesommer können so für die Bevölkerung erträglicher sein. Hitzebedingte Tode nehmen ab.
Guhl unterstrich die Bedeutung grüner Infrastruktur für die Anpassung an den Klimawandel. Er forderte, dass die öffentliche Hand verstärkt in diesen Bereich investiert. Der BdB schätzt den Investitionsbedarf für Pflanzung und Pflege in den kommenden Jahren auf über 2 Milliarden Euro, da in diesem Bereich ein erheblicher Nachholbedarf bestehe.
Die deutschen Baumschulen beschäftigen sich laut Guhl seit Jahren mit den Auswirkungen des Klimawandels. Ihre Unternehmen forschen daran, die grüne Infrastruktur für den urbanen Raum klimaresilient zu gestalten. Dies umfasse die Entwicklung neuer Baumsorten und -arten durch Züchtung und die Identifizierung geeigneter Pflanzen in anderen Ländern.
Die Auswahl der Bäume am jeweiligen Standort ist entscheidend dafür, dass sie ihre Funktion für Natur und Mensch erfüllen können.
Das Sortiment an Gehölzen biete vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Bäume könnten als Straßenbäume oder in Parks, als Klettergehölze an Fassaden oder in der Dachbegrünung verwendet werden.
