Detaillierte Analyse der Ausbildungszahlen im Gartenbau
Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge im Gartenbau ist zum Stichtag 30. September 2024 im Vergleich zum Vorjahr um 4 Prozent gesunken. Insgesamt wurden 4.770 neue Verträge registriert, was einem Rückgang von 195 Verträgen entspricht. Dennoch verzeichneten die Fachrichtungen Staudengärtnerei und Obstbau einen Zuwachs.
Im Bereich Staudengärtnerei stieg die Zahl der Neuverträge um 18 auf 21,0 Prozent, im Obstbau um 9 auf 18,0 Prozent. Demgegenüber musste der Zierpflanzenbau einen Rückgang von 6,1 Prozent oder 33 Berufsanwärtern hinnehmen. Auch im Garten- und Landschaftsbau sanken die Neuabschlüsse um 4,4 Prozent, was 165 Auszubildenden weniger entspricht.
Auch wenn die Gesamtzahl der Neuverträge leicht zurückgegangen ist, sehen wir eine Stabilisierung im Vergleich zu den Vorjahren. Besonders die beiden Fachrichtungen in der Produktion profitieren von der verbesserten Wahrnehmung unserer Branche.
Die Gesamtzahl der jungen Menschen, die 2024 eine duale Berufsausbildung nachfragten, stieg um 4.200 auf 557.100 (+0,8 %). Gleichzeitig sank das Angebot an dualen Berufsausbildungsstellen um 6.500 (-1,2 %) auf 556.100. Damit übertraf die Nachfrage das Angebot, und bundesweit blieben 69.400 Ausbildungsstellen unbesetzt. Insgesamt wurden 486.700 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen, ein Minus von 2.500 (-0,5 %) gegenüber dem Vorjahr.
Die positive Entwicklung in den produktionsorientierten Fachrichtungen wird auf eine effektivere Werbung für den deutschen Gartenbau sowie eine verbesserte Orientierung der Berufsanwärter im grünen Bereich des Ausbildungsmarktes zurückgeführt.
