Engagement für globale Waldregeneration
Honduras hat ein umfassendes Programm zur Wiederherstellung von Waldflächen initiiert. Das Land plant, eine Million Hektar Wald wiederaufzubauen und erhält dabei Unterstützung vom Bundesumweltministerium. Die Initiative ist Teil der globalen Bonn Challenge, die darauf abzielt, weltweit Waldflächen zu regenerieren. Honduras ist nach El Salvador (2015) und Panama (2016) das dritte Land in Zentralamerika, das sich dieser Herausforderung stellt.
Die dritte regionale Konferenz der Bonn Challenge für Lateinamerika wurde in Roatán, Honduras, von Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth und dem honduranischen Umweltminister Jorge Galdames eröffnet. Zuvor hatte Flasbarth an einer globalen Wald-Wissenschaftskonferenz in Puerto Rico teilgenommen. Diese Konferenz wurde vom Internationalen Verband Forstlicher Forschungsanstalten (IUFRO) in Zusammenarbeit mit dem US Forest Service und dem Bundesumweltministerium (BMUB) organisiert.
Ohne weltweiten Wald-Aufbau können wir die Klimaziele von Paris nicht erreichen. Die von der Bundesregierung angestoßene Aktionsplattform Bonn Challenge zeigt weiter Wirkung. Es ist beachtlich, dass ein kleines Land wie Honduras eine Fläche von einer Million Hektar wiederaufbauen möchte. Die Zusammenarbeit mit diesen ambitionierten Staaten funktioniert gut. Auch die Kooperation auf Arbeitsebene mit den USA verläuft trotz der neuen und wenig klimafreundlichen US-Administration reibungslos.
Die Bundesregierung hat die Plattform Bonn Challenge im Jahr 2011 mit initiiert. Das globale Ziel der Bonn Challenge ist es, bis 2020 insgesamt 150 Millionen Hektar Wald wiederherzustellen. Dieses Ziel wurde bereits im Mai 2017 durch Zusagen von Ländern wie Pakistan, Bangladesch, der Mongolei und Sri Lanka übertroffen. Langfristig sollen bis 2030 weltweit 350 Millionen Hektar bewaldete Flächen regeneriert werden. Das BMUB fördert die Wiederherstellung der Wälder in Zentralamerika über seine Internationale Klimaschutzinitiative (IKI).
Seit 2011 hat das Bundesumweltministerium die Länder des Südens bei der Umsetzung der Bonn Challenge mit rund 100 Millionen Euro unterstützt. Die nächste Regionalkonferenz für Anfang Mai 2018 wird in Guatemala stattfinden. Die dritte internationale Bonn Challenge ist für März 2018 im brasilianischen Minas Gerais geplant, wie Deutschland und Brasilien gemeinsam ankündigten.
Die IUFRO-Konferenz in Puerto Rico fasste erstmals das globale Wissen aus Forschung und Praxis zur Wiederherstellung von Baum- und Waldlandschaften zusammen. An den wissenschaftlichen Diskurs schloss sich ein Politikdialog mit staatlichen Entscheidungsträgern und internationalen Organisationen am Internationalen Tropenwald-Forschungsinstit „Rio Piedras“ des US Forest Service an. Diese Konferenz gilt als wichtiger Baustein für die Konferenz der Klimarahmenkonvention sowie das Globale Landscape Forum, die beide Ende 2017 in Bonn stattfinden.
