Beregnung und Bewässerung, Die Grüne Stadt, Stadtmöblierung

Mobile vertikale Gärten als kurzfristige Klimaanpassung für Städte

08.07.2024

Mobile vertikale Gärten von MobiGa bieten Städten eine kurzfristig umsetzbare Lösung gegen Hitzeinseln. Solarbasierte Bewässerung und optionaler Sprühnebel kühlen die Umgebung deutlich. Mehrere Kommunen setzen die flexibel miet- oder kaufbaren Systeme bereits zur Klimaanpassung ein.

Immer mehr Kommunen reagieren auf Klimawandel, Hitzestress und Extremwetter mit neuen Konzepten zur Aufwertung des öffentlichen Raums. Klimaoasen, zusätzliche Grünflächen und temporäre Umnutzungen von Verkehrsflächen sollen die Aufenthaltsqualität verbessern und das Stadtklima stabilisieren. Beispiele reichen von Pocket-Parks in Jena über Sommerstraßen in München bis hin zu beschatteten Sitzmöbeln in Turin oder Vernebelungsanlagen in Wien.

Viele dieser Maßnahmen sind jedoch mit längeren Planungs- und Umbauzeiten verbunden. Eine kurzfristig umsetzbare Lösung bieten mobile vertikale Gärten. Der Anbieter MobiGa setzt dabei auf flexibel einsetzbare Systeme, die ohne größere bauliche Eingriffe installiert werden können.

Solarbetriebene Systeme zur Kühlung

Die Modelle sind mit autarken, solarenergiebetriebenen Bewässerungssystemen ausgestattet. Sie tragen zur Kühlung der Umgebungsluft bei, reduzieren Hitzeinseln und verbessern das urbane Mikroklima. Gleichzeitig werten sie Plätze und Aufenthaltsbereiche optisch auf und schaffen zusätzliche Aufenthaltsqualität.

Geschäftsführer Florian Zeitler verweist auf die hohe Nachfrage:

"2024 ist unser bisher erfolgreichstes Jahr! Wir sind stolz darauf, mit unseren mobilen Gärten einen Beitrag zur Schaffung grünerer und nachhaltigerer urbaner Räume zu leisten. Die positive Resonanz bestätigt, dass unsere Modelle nicht nur ökologisch wertvoll, sondern auch unkompliziert in der Umsetzung sind.

Einsatz in mehreren Städten

In Koblenz werden die mobilen Gärten zur Förderung der Biodiversität und zur Verbesserung des Mikroklimas eingesetzt. Speziell ausgewählte Pflanzenarten unterstützen die Luftreinigung und schaffen Lebensräume für Insekten. Durch die flexible Platzierung an strategischen Standorten wird zudem das Stadtbild aufgewertet.

Teil des Superblock-Projekts in der Stuttgarter Augustenstraße sind ebenfalls vertikale Gärten. Ziel der Initiative ist es, den Durchgangsverkehr zu reduzieren und mehr Raum für Grün- und Aufenthaltsflächen zu schaffen – angelehnt an das Modell der „Superilles“ in Barcelona.

In Wilhelmshaven wurden zwei Modelle installiert, um Freiräume ökologisch aufzuwerten und soziale Treffpunkte zu schaffen. Weitere Städte wie Frankfurt, Chemnitz und Gelsenkirchen setzten 2024 auf Mietmodelle, während Neustadt und Suhl die Systeme dauerhaft erworben haben.

Technische Ausstattung im Überblick

Die Modelle der T- und TH-Serie verfügen über nachhaltige Bewässerungslösungen. Zusätzlich können die Varianten T und SP mit Hochdrucksprühnebel ausgestattet werden.

  • Temperaturabsenkung um bis zu 12 Grad
  • Wasserverbrauch von 260 ml pro Stunde
  • Bedienung per Drucktaster
  • UV-Lichtentkeimung für hygienisches Wasser

Die Anlagen sind leicht zu implementieren und benötigen nur geringen Pflegeaufwand. Je nach Bedarf ist ein temporärer oder dauerhafter Einsatz möglich. Neben der mikroklimatischen Wirkung bieten die Konstruktionen integrierte Sitzgelegenheiten und schaffen zusätzliche Aufenthaltsbereiche im urbanen Raum.

Für Kommunen eröffnen mobile vertikale Gärten damit eine flexible Option, kurzfristig auf klimatische Belastungen zu reagieren und öffentliche Räume funktional wie gestalterisch aufzuwerten.

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