Partnerschaft soll Dach-, Fassaden- und Innenraumbegrünung stärker voranbringen
Der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) und die Fachvereinigung Bauwerksbegrünung e. V. (FBB) wollen künftig enger zusammenarbeiten. Grundlage ist eine Partnerschaft durch gegenseitige Mitgliedschaft. Die Mitgliederversammlung des ZVG hat den Antrag auf Mitgliedschaft der FBB am 30. September 2016 bestätigt.
Mit der Zusammenarbeit verfolgen beide Verbände & Organisationen das Ziel, die Potenziale von Dach-, Fassaden- und Innenraumbegrünungen gegenüber Politik und Öffentlichkeit stärker hervorzuheben. Nach Auffassung der Partner werden die vorhandenen Möglichkeiten der Bauwerksbegrünung bislang bei weitem nicht ausgeschöpft.
Gebäudegrün als Baustein urbaner Infrastruktur
Ein wesentlicher Vorteil der Gebäudebegrünung liegt darin, dass vorhandene Flächen genutzt werden können. Dadurch lassen sich Begrünungsmaßnahmen unabhängig von zusätzlichen Freiflächen integrieren und bedarfsgerecht umsetzen.
Begrünte Dächer, Fassaden und Innenräume bieten zahlreiche positive Effekte. Dazu zählen unter anderem Beschattung und Kühlung, Wasserrückhalt, die Bindung von Feinstaub sowie eine Verbesserung des Raumklimas durch Innenraumbegrünungen.
Gemeinsames Engagement für klimafeste Städte
Aktuell haben ZVG und FBB ein ergänzendes Positionspapier zum Weißbuchprozess „Stadtgrün“ eingereicht. Das Dokument ergänzt die Stellungnahme von 35 grünen Verbänden und Institutionen, die unter Federführung der Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau e. V. (FLL) erarbeitet wurde.
Beide Organisationen setzen sich dafür ein, die Gebäudebegrünung im Zuge der Innenverdichtung stärker zu berücksichtigen. Insbesondere für den Garten- und Landschaftsbau können begrünte Dächer und Fassaden einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung klimaangepasster Städte leisten. Ziel ist es, die grüne Infrastruktur in urbanen Räumen auszubauen und Städte langfristig widerstandsfähiger gegenüber klimatischen Veränderungen zu machen.
