Biotop Eisweiher am Königsstuhl durch Azubi-Projekt revitalisiert

Aus- und Weiterbildung

Ein vernachlässigtes Biotop am Heidelberger Königsstuhl wurde durch ein Azubi-Projekt der Firma Böttinger Garten- und Landschaftsbau revitalisiert. Fünf Auszubildende übernahmen die Neugestaltung des Eisweihers, der nun wieder zugänglich ist und ab 2019 blühen soll.

Hintergrund und Projektvergabe

Unweit der Heidelberger Altstadt, auf dem Königsstuhl, befindet sich der Eisweiher. Dieses Biotop, bekannt als Teil des Heidelberger Hausbergs, war in den letzten Jahren stark vernachlässigt und unzugänglich geworden. Das Landschafts- und Forstamt Heidelberg schrieb daraufhin die Biotopherstellung des Eisweihers aus.

Den Zuschlag erhielt die Firma Böttinger Garten- und Landschaftsbau aus Dossenheim, ein Mitglied des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Baden-Württemberg e.V. Geschäftsführer Detlef Böttinger entschied sich für die Umsetzung als Azubiprojekt. Fünf Auszubildende des Unternehmens, darunter zwei dual Studierende der Landespflege, übernahmen die Ausführung.

Engagement und Umsetzung durch Auszubildende

Die Auszubildenden Philipp Gries, Pedro Rademacher, Ann-Kathrin Schäfer, Linus Maus und Jonathan Goos wurden von Detlef Böttinger persönlich fachlich betreut. Der Baustart erfolgte am 14. August 2018. Innerhalb von drei Wochen rodeten sie Bäume, entfernten Wurzeln, modellierten den Eisweiher neu und dichteten ihn mit natürlichen Bentonitmatten ab. Zusätzlich wurde eine Blumenwiesenmischung eingebracht, die ab 2019 blühen soll.

Neben den landschaftsbaulichen Arbeiten erstellten die Auszubildenden auch eine neue Aussichtsplattform. Diese wurde aus alten Granitsteinen und einer wassergebundenen Decke gefertigt. Granitstelen in der Mulde symbolisieren die Eisblöcke, die dort vor etwa 100 Jahren gewonnen wurden.

Erfolgreicher Abschluss und positive Resonanz

Das Projekt wurde bereits am 4. September 2018, nach der geplanten Bauzeit von drei Wochen, vom Landschafts- und Forstamt Heidelberg abgenommen. Eine Anfrage für die Renaturierung eines weiteren Weihers liegt der Firma Böttinger bereits vor.

Detlef Böttinger äußerte sich begeistert über das Engagement seiner Auszubildenden:

Das Projekt war eine riesige Motivation für alle. Das hat mir als Ausbilder richtig Spaß gemacht, weil ich gemerkt habe, mit wie viel Engagement und Leidenschaft meine Azubis bei der Sache waren. Das wiederholen wir definitiv bald.

Auch die Auszubildenden zeigten sich motiviert. Ann-Kathrin Schäfer beschrieb in einem Erfahrungsbericht:

Uns pushte vor allem das in uns gesetzte Vertrauen. Unsere Motivation stieg täglich an. So ein zufriedener Ausbilder, unsere persönliche Entwicklung und das Resultat sind ein unbezahlbarer Lohn.

Die Auszubildenden freuen sich darauf, weitere Projekte eigenverantwortlich umzusetzen.

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