Einblicke in den vielseitigen Garten- und Landschaftsbau
Der Bundestagsabgeordnete Florian Oßner besuchte im Rahmen der Aktion „Praxis für Politik“ den Garten- und Landschaftsbaubetrieb Haderstorfer in Ergolding. Der Familienbetrieb zählt mit 80 Mitarbeitern zu den größeren Unternehmen der Branche in Bayern. Oßner, der selbst beruflich in der Baubranche tätig war, informierte sich über das Tätigkeitsfeld des Unternehmens, die Lage auf dem Ausbildungsmarkt im Garten- und Landschaftsbau, den Hochwasserschutz in Städten sowie verkehrspolitische Aspekte als Wirtschaftsförderung für den Mittelstand.
Rudolf Haderstorfer, Geschäftsführer des Betriebs, hob die Vielseitigkeit des Berufs hervor:
Garten- und Landschaftsbauer arbeiten nicht nur mit Pflanzen, sondern sind in vielen Baudisziplinen aktiv. Zu unseren Aufgaben gehören auch der Tiefbau mit Asphaltarbeiten. Außerdem arbeiten wir mit Beton und Holz sowie im Zaun- und Metallbau.
Diese Vielseitigkeit trage dazu bei, dass die Nachfrage nach Ausbildungsplätzen auf einem stabilen Niveau bleibe. Im September begannen sechs neue Auszubildende, davon fünf angehende Landschaftsgärtner und eine kaufmännische Auszubildende. Insgesamt beschäftigt Haderstorfer derzeit 15 Lehrlinge und gehört damit zu den größeren Ausbildungsbetrieben der Branche in Bayern.
Dachbegrünung für Klima- und Hochwasserschutz
Julian Herold vom Verband Garten- und Landschaftbau Bayern erläuterte die Bedeutung des Garten- und Landschaftsbaus für den Hochwasserschutz in Städten. Durch Dachbegrünungen könne bei Starkregen Wasser besser aufgenommen und verzögert in die Kanalisation abgeleitet werden, was Überflutungen vorbeugen kann. Zudem wirken sich Grünflächen auf Dächern positiv auf das Stadtklima aus und bieten einen Witterungsschutz für Gebäude.
Oßner betonte, dass Hochwasserschutz ein wichtiges Zukunftsthema im Städtebau sei, mit dem sich die Politik intensiver befassen werde. Der Betrieb Haderstorfer wurde für die Dachbegrünung des Münchner Joseph-Pschorr-Hauses, in dem unter anderem der Sportfachhändler Scheck ansässig ist, mit dem Deutschen Dachbegrüner-Preis 2016 ausgezeichnet.
Verkehrsinfrastruktur als Wirtschaftsförderung
Oßner erhielt Unterstützung für seinen Einsatz zum Weiterbau der B15 neu über die A92 hinaus, um Landshut herum und weiter in Richtung A94 und Rosenheim. Rudolf Haderstorfer hob die Bedeutung schneller Verkehrsverbindungen hervor:
Schnelle Verkehrsverbindungen sind die beste Wirtschaftsförderung für den Mittelstand. Gerade Betriebe wie unserer sind auf ein leistungsfähiges Straßennetz angewiesen. Denn wir machen den Großteil unseres Geschäfts nicht nur vor Ort im Raum Landshut, sondern auch in den großen bayerischen Ballungsräumen.
Die Firma Haderstorfer wurde 1952 in Ergolding-Piflas gegründet und hat ihren Sitz seit 1963 im Ortsteil Albing. Rudolf Haderstorfer übernahm 1980 die Geschäftsführung von seinem Vater und baute den Betrieb aus. Seit Juli dieses Jahres ist Johannes Haderstorfer als kaufmännischer Geschäftsführer in dritter Generation im Unternehmen tätig.
Die Haderstorfer GmbH gestaltet Außenanlagen und Dachbegrünungen von Wohnanlagen, Gewerbeimmobilien und Industriekomplexen. Das Unternehmen wickelt 80 Prozent seiner Baustellen im Großraum München ab und erzielt einen Jahresumsatz von rund zehn Millionen Euro. Oßner fasste zusammen, dass die Firma Haderstorfer ein Vorzeigebetrieb des starken Mittelstands und ein Beweis für die Bedeutung der Region Landshut als Wirtschaftsstandort sei.

