Ziele und Erfolge der Isar-Renaturierung
Die Renaturierung der Isar dient mehreren Zielen. Sie verbessert den Hochwasserschutz der Stadt und schafft gleichzeitig neue Lebensräume für eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt. Ein wesentliches Ergebnis ist die Wiederherstellung der Durchgängigkeit für seltene Wanderfischarten wie Nase, Barbe oder Huchen. Diese Fische können nach über hundert Jahren erstmals wieder ihre Laichplätze im Oberlauf der Isar erreichen.
„Die Isarrenaturierung verbessert Hochwasserschutz und schafft neuen Lebensraum für Tiere und Pflanzen.“Dr. Markus Söder, Umweltminister
Herausforderung im letzten Abschnitt
Der abschließende Bauabschnitt stellt die Fachleute des Wasserwirtschaftsamts München und des städtischen Baureferats vor besondere Herausforderungen. Eine zentrale Maßnahme ist die nahtlose Verbindung der kleinen Isar am rechten Ufer mit der großen Isar. Dies erfolgt über einen neuen Seitenarm oberhalb der Reichenbachbrücke. Durch diese Anbindung wird die kleine Isar ein Vielfaches ihrer bisherigen Wassermenge erhalten.
Diese Maßnahme kommt auch dem Biotop am Ostufer des Deutschen Museums zugute, das von der erhöhten Wasserzufuhr profitieren wird.
Finanzierung des Projekts
Das Projekt „Isar-Plan“ wurde 1995 gemeinsam vom Freistaat Bayern und der Landeshauptstadt München in Auftrag gegeben. Die Kosten für den letzten Bauabschnitt belaufen sich auf 4,4 Millionen Euro. Die Gesamtkosten der Münchner Isar-Renaturierung betragen 35 Millionen Euro. Der Freistaat trägt 55 Prozent dieser Kosten, während die Landeshauptstadt München die restlichen 45 Prozent finanziert.