Die Grüne Stadt

Münchner bewerten öffentliche Grünanlagen überwiegend positiv

Eine Befragung des VGL Bayern in München zeigt, dass die Bürger ihre öffentlichen Grünanlagen mehrheitlich positiv bewerten. Die Studie beleuchtet die Nutzungsgewohnheiten und Wünsche der Münchner bezüglich städtischer Grünflächen.

Ergebnisse der Roadshow „Grün in die Stadt“

Im Juni 2016 veranstaltete der Verband Garten- und Landschaftsbau Bayern (VGL Bayern) die Roadshow „Grün in die Stadt“ auf dem Münchner Odeonsplatz. Dabei informierten sich Bürger über Aspekte des städtischen Grüns. Eine Befragung zum Thema Stadtgrün, an der rund 200 Besucher, davon 165 aus München, teilnahmen, lieferte Einblicke in die Wahrnehmung der Grünflächen.

Über 60 Prozent der Befragten empfinden den aktuellen Grünflächenanteil in München und ihrem Stadtteil als zufriedenstellend. Für 94 Prozent befindet sich eine öffentliche Grünfläche in der näheren Wohnumgebung. Hinsichtlich der Entwicklung der Grünanlagen in den letzten zehn Jahren gaben 76 Prozent der Befragten an, dass der Anteil aufgrund des Wachstums der Stadt und zahlreicher Baumaßnahmen entweder gleich geblieben oder zurückgegangen sei.

Die Nutzung öffentlicher Grünflächen ist für die Münchner Freizeitgestaltung von Bedeutung: 46 Prozent besuchen diese täglich, 37 Prozent wöchentlich und neun Prozent monatlich. Zu den beliebtesten grünen Oasen zählen der Englische Garten, die Isarauen, der Nymphenburger Schlosspark und der Westpark. Auch der Ostpark, Hirschgarten, Olympiapark und Hofgarten werden häufig aufgesucht.

Als Hauptgründe für die Nutzung wurden Erholung, Entspannung, Abschalten vom Alltag, Ruhe, gute Luft, sportliche Aktivitäten und die Freude an der Natur genannt. Faktoren, die vom Parkbesuch abhalten, sind schlechte Witterung, Zeitmangel sowie die Präsenz von Drogenabhängigen, Betrunkenen und Obdachlosen. Zudem wirken sich ungepflegte Flächen, Müll, Verschmutzungen wie Hundekot, Luftverschmutzung, Lärm und Menschenaufläufe abschreckend aus.

Die Bürger äußerten vielfältige Wünsche für die Gestaltung von Grünflächen in München. Dazu gehören großzügigere, begehbare und barrierefreie Flächen, viele Bäume, gute Pflege und ausreichend Mülltonnen, zahlreiche Sitz- und Sportmöglichkeiten sowie die Integration von Wasser. Häufig wurde ein Konzept vorgeschlagen, das Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren gleichermaßen berücksichtigt.

Großen Wert legen die Münchner auf eine heimische Bepflanzung mit hoher Pflanzenvielfalt, gegebenenfalls auch Nutzpflanzen, und Biodiversität mit naturbelassenen Bereichen. Ein Park sollte zudem sauber, kostenfrei zugänglich und gut erreichbar sein.

Auch zum Thema Privatgärten gab es Anregungen:

Pasing hat inzwischen teilweise große Privatgärten. Viele Besitzer, meistens ältere Mitbürger, können oder wollen sich nicht mehr darum kümmern. Andere Bürger in diesen Stadtteilen haben häufig großes Interesse daran, sich um diese leerstehenden Gärten zu kümmern beziehungsweise diese zu nutzen. Es bedarf hier einer Art Gartenbörse, die die Bevölkerungsgruppen anspricht.

„Grün in die Stadt“ ist eine Initiative des Bundesverbandes Garten- und Landschaftsbau e.V. in Zusammenarbeit mit seinen Landesverbänden. Sie bündelt Informationen zum städtischen Grün und dient als Plattform für Dialog und Austausch.

27.09.2016

Weitere Informationen erhalten Sie hier:

Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Bayern e.V.

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82166Gräfelfing
Deutschland

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Fax:+49 (0)89 8340140

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