Fokus auf Ökolandbau und Ressourcenschutz als Kern der Neuausrichtung
„Wir müssen endlich weg von der Massentierhaltung, Monokulturen und massivem Pestizideinsatz, was mit der gießkannenartigen Förderung der Brüsseler Agrarmilliarden stets aufs Neue zementiert wird. Stattdessen brauchen wir eine Stärkung des Ökolandbaus und Maßnahmen, die den Schutz von Wiesen und Weiden, Böden und Gewässern in der Landwirtschaft ausreichend fördern“
sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke auf der Auftaktkundgebung. Er betonte, dass Landwirte, die sich für den Naturschutz engagieren, dafür belohnt werden sollten. Eine artgerechte Tierhaltung, gesunde Lebensmittel sowie der Einsatz für saubere Gewässer und Böden seien wichtige Beiträge zum Erhalt der Kulturlandschaft, des Artenschutzes und somit zum Gemeinwohl.
NABU- und NAJU-Aktive beteiligten sich mit einer „Arche für bedrohte Arten in der Agrarlandschaft“ am Protestzug. Damit machten sie auf den Rückgang von Arten wie Feldlerche, Kiebitz und Rebhuhn in der Agrarlandschaft aufmerksam.
Stärkung der zweiten Säule der EU-Agrarpolitik für mehr Nachhaltigkeit
Jährlich fließen über 60 Milliarden Euro nahezu bedingungslos in die europäische Landwirtschaft. Lediglich 18 Milliarden Euro entfallen auf die sogenannte zweite Säule der Agrarpolitik. Mit diesen Mitteln werden Maßnahmen zur Entwicklung des ländlichen Raumes sowie Agrarumweltmaßnahmen gefördert.
Der NABU fordert eine Neuausrichtung der EU-Agrarpolitik und eine deutliche Stärkung dieser zweiten Säule. Ziel ist es, Maßnahmen zum Erhalt natürlicher Ressourcen, zur Stärkung ländlicher Gemeinschaften und zur Verbesserung des Tierschutzes stärker zu fördern.
