Die Grüne Stadt

Ernährungssicherung in Zeiten der Urbanisierung: Die Rolle der Landwirtschaft

Die globale Urbanisierung stellt die Ernährungssicherung vor große Herausforderungen. Eine nachhaltige Landwirtschaft ist entscheidend, um die wachsende Stadtbevölkerung zu versorgen und hungerbedingte Unruhen zu verhindern. Dies erfordert eine enge Verzahnung von Stadtentwicklung und Agrarwirtschaft.

Hintergrund der Diskussion zur Ernährungssicherung

Bereits heute leben mehr Menschen in Städten als auf dem Land. Die damit verbundenen Herausforderungen umfassen die Bereitstellung von Wohnraum, Energie, Wasser sowie Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung. Diese Aspekte werden intensiv diskutiert.

Der Berliner Agrarministergipfel, der seit 2009 im Rahmen des Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) stattfindet, widmet sich diesen Zukunftsfragen der globalen Land- und Ernährungswirtschaft. Das diesjährige GFFA steht unter dem Motto „Wie ernähren wir die Städte? – Landwirtschaft und ländliche Räume in Zeiten von Urbanisierung“.

Im Rahmen dieses größten Agrarministertreffens der Welt wird ein Abschlusskommuniqué an Joan Clos, den Exekutivdirektor des UN-Habitat-Programms, überreicht. UN-Habitat wird im Oktober 2016 den Weltgipfel „UN Habitat III“ veranstalten, dessen Ziel die Verabschiedung einer neuen Agenda für nachhaltige Stadtentwicklung ist.

Zusätzlich wird das Kommuniqué an den japanischen Vize-Agrarminister Hiromichi Matsushima übergeben. Japan hat derzeit den G7-Vorsitz inne und plant, das Thema Ernährungssicherung dort zu behandeln. Die Landwirtschaftsminister wollen mit ihrer Erklärung Impulse für beide Prozesse geben und die zentrale Rolle der Landwirtschaft und der ländlichen Räume für die Ernährungssicherung der Städte sowie das Gelingen der Urbanisierung hervorheben.

17.01.2016

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