Umweltschutz und Entsorgung

Nationale Klimapolitik: UBA fordert konsequentes Handeln

Das Umweltbundesamt (UBA) fordert mutiges und konsequentes Handeln in der nationalen Klimapolitik. Ein neues Hintergrundpapier identifiziert ungenutzte Potenziale zur Senkung von Treibhausgasen und schlägt konkrete Lösungen vor, um weitreichende Klimafolgen zu verhindern.

UBA-Forderungen für mehr Klimaschutz

Um weitreichende Folgen des Klimawandels zu verhindern, ist es notwendig, ungenutzte Potenziale zur Senkung klimaschädlicher Treibhausgase in Deutschland zu identifizieren und in Emissionsminderungen umzusetzen. Dr. Thomas Holzmann, Vizepräsident des Umweltbundesamtes (UBA), betont die Notwendigkeit, mutiger zu agieren, um die Umwelt und die Gesellschaft langfristig vor den Auswirkungen des Klimawandels zu schützen.

Diese Forderung wird im neuen UBA-Hintergrundpapier „Klimaschutz konkret: Mut zum Handeln“ thematisiert, das anlässlich der Green Week am 23. Juni 2009 in Brüssel veröffentlicht wird. Die Green Week ist die größte jährliche Umweltkonferenz der Europäischen Union (EU) und bringt rund 3.500 Teilnehmer aus EU-Institutionen, Wirtschaft, Nichtregierungsorganisationen, Verwaltung und Wissenschaft zusammen.

Analyse und Lösungsansätze im Klimaschutz

Die diesjährige Green Week steht unter dem Motto „Climate Change – Act and Adapt“. Das Hintergrundpapier des UBA bietet einen Überblick über die jüngsten Reformen in der Klimaschutzpolitik der Bundesregierung. Es analysiert potenzielle Hindernisse für eine erfolgreiche Umsetzung und schlägt konkrete Lösungen vor.

Das UBA plädiert für entschlossenes Handeln im Klimaschutz. Bisher unzureichend genutzte Möglichkeiten müssen erschlossen werden. Dazu gehören die energetische Sanierung des Gebäudebestandes, die Umsetzung umweltgerechter Mobilitätskonzepte sowie eine emissionsärmere Bereitstellung von Strom und Wärme.

Deutschland benötigt ein Energiesystem, das einen hohen Anteil erneuerbarer Energien für die Verbraucher bereitstellen kann. Die Energieeinsparverordnung, die Höchstwerte für den Energieverbrauch von Gebäuden festlegt, muss wirksam umgesetzt werden. Die technischen Möglichkeiten zur Senkung des durchschnittlichen Kohlendioxidausstoßes der Neuwagenflotte auf 95 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer (g CO2/km) bis zum Jahr 2020 sind vorhanden. Daher sollte dieser Grenzwert EU-Gesetz werden.

Ein solcher Strukturwandel in der Energiebereitstellung und im Energieverbrauch kommt nicht nur der Umwelt zugute. Unternehmen und Endverbraucher können ihren Energieverbrauch deutlich senken und mittelfristig Kosten sparen.

Globale Herausforderung und Ziele

Die globalen Treibhausgasemissionen steigen weiterhin an. Um untragbare Folgen für Mensch und Umwelt zu vermeiden, muss die Erderwärmung weltweit auf 2 Grad Celsius gegenüber dem vorindustriellen Niveau begrenzt werden. Dies fordert der Internationale Klimarat, ein Gremium renommierter Klimaforscher.

Um diese kritische Zwei-Grad-Schwelle nicht zu überschreiten, müssen alle Staaten weltweit ihre Treibhausgasemissionen so bald und so stark wie möglich verringern: Bis zum Jahr 2020 muss das Wachstum der Emissionen gestoppt sein. 2050 darf der weltweite Ausstoß an Treibhausgasen nur noch halb so groß sein wie im Jahr 1990.

Das Hintergrundpapier „Klimaschutz konkret: Mut zum Handeln“ ist im Internet zum Download verfügbar.

23.06.2009

Weitere Informationen erhalten Sie hier:

Umweltbundesamt (UBA)

Wörlitzer Platz 1
6844Dessau
Deutschland

Tel.:+49 340 2103-2416
Fax:+49 340 2103-2285

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