Naturschutz

Nationaler Dialog zur globalen Biodiversität im Bundesumweltministerium

Im Vorfeld der CBD COP 15 fand ein nationaler Dialog im Bundesumweltministerium statt. Bundesumweltministerin Svenja Schulze diskutierte mit Akteuren, wie die weltweite Naturzerstörung gestoppt und die biologische Vielfalt geschützt werden kann.

Vorbereitung auf die CBD COP 15 und globale Ziele

Auf der CBD COP 15 soll ein neuer globaler Rahmen für die biologische Vielfalt für die Zeit nach 2020 verabschiedet werden. Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel eröffnete die Nationale Vorbereitungskonferenz mit einer Videobotschaft. Anschließend erörterten Vertreter von Nichtregierungsorganisationen, Wissenschaft, Wirtschaft, Jugendbewegung, lokaler Ebene und des Parlaments die Frage "Was nehmen wir mit nach Kunming?".

Jetzt ist die Zeit, um zum Schutz der weltweiten Biodiversität ein neues Kapitel aufzuschlagen. Der Einsatz gegen das Artensterben ist neben der Klimakrise eine der zentralen Zukunftsaufgaben unserer Zeit. Diese Erkenntnis ist in der internationalen Gemeinschaft wie auch bei den nationalen Akteuren angekommen. Mein Ziel ist, den Biodiversitäts- und den Klimaschutz eng miteinander zu verknüpfen. Diesen Prozess haben wir mit der deutschen EU-Ratspräsidentschaft und der EU-Biodiversitätsstrategie im letzten Jahr bereits eingeleitet und zuletzt mit den Beschlüssen der G7-Staaten fortgesetzt. Wir haben Jahrhunderte der Naturzerstörung hinter uns, jetzt beginnt das Jahrzehnt zur Wiederherstellung der Natur. Das gelingt, wenn wir alle Kräfte bündeln.

Der neue globale Rahmen für die biologische Vielfalt, der auf der kommenden 15. Vertragsstaatenkonferenz des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (CBD COP-15) in Kunming, China, beschlossen werden soll, wird als zentraler Handlungsleitfaden für den Umgang mit der Natur in den nächsten Jahrzehnten dienen. Er soll den Schutz und die nachhaltige Nutzung sowie den gerechten Vorteilsausgleich aus der Nutzung genetischer Ressourcen weltweit in den Fokus rücken. Dabei sind ambitionierte, realistische und messbare Ziele vorgesehen.

Die Rolle der UN-Dekade und Kommunen beim Biodiversitätsschutz

Die kürzlich begonnene UN-Dekade zur Wiederherstellung von Ökosystemen (2021 bis 2030) unterstreicht die Bedeutung der kommenden Jahre für den weltweiten Biodiversitätsschutz. Bei der Umsetzung der Ziele des neuen globalen Biodiversitätsrahmens sind Länder, Städte, Kommunen und Landkreise wichtige Partner. Mit der "Edinburgh-Erklärung" bekunden sie bereits ihr Engagement in der internationalen Biodiversitätspolitik. Bundesministerin Svenja Schulze rief im Namen des Bundesamtes für Naturschutz und des Bündnisses Kommunen für biologische Vielfalt alle Städte, Kommunen und Landkreise in Deutschland auf, diese Erklärung in den kommenden Monaten zu unterzeichnen.

18.06.2021

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