Die Grüne Stadt

Grüne Fassaden als Klimaregulierung

Grüne Fassaden können in Innenstädten zur Klimaregulierung beitragen. Ein Forschungsprojekt untersucht die kühlende Wirkung verdunstender Pflanzen, um das Mikroklima zu verbessern und den Einsatz von Klimageräten zu reduzieren.

Forschungsprojekt zur Fassadenbegrünung auf der Landesgartenschau

Anhaltende hohe Temperaturen, die auch nachts kaum abkühlen, stellen besonders in Innenstädten eine Herausforderung dar. Gebäudehüllen und Straßenbeläge heizen sich tagsüber durch Sonneneinstrahlung auf und geben die gespeicherte Wärme bis in die Nacht ab. Dies kann zu einem Temperaturanstieg von bis zu 12 °C im Vergleich zum Umland führen und den Einsatz von Ventilatoren und Klimageräten in Wohnungen fördern.

Auf der Landesgartenschau in Würzburg präsentiert das Institut für Stadtgrün und Landschaftsbau aus Veitshöchheim ein Forschungsprojekt im Ausstellungsbereich „Klimawelten“. In Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Zentrum für Angewandte Energieforschung e. V. (ZAE Bayern) wird das Zusammenspiel von Fassaden und Begrünung untersucht. Ziel ist es, die kühlende Wirkung verdunstender Pflanzen zur Verbesserung des Mikroklimas zu optimieren.

Für den Versuchsaufbau werden wandgebundene Begrünungssysteme mit verschiedenen Fassadenvarianten kombiniert. Dieses Forschungsprojekt mit dem Titel „Klima-Forschungs-Station“ ist deutschlandweit einzigartig und widmet sich der Erforschung des idealen Zusammenspiels von Pflanzen und Bauwerken.

03.08.2018

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