Kompostrotte optimieren und beschleunigen
Bleibt die Rotte im Kompost aus, ist dies oft auf eine zu geringe Feuchtigkeit zurückzuführen. Durch das Umsetzen des Komposts gelangen die oberen Schichten nach unten und umgekehrt, was eine bessere Durchmischung und Belüftung ermöglicht. Dabei lässt sich auch die Materialzusammensetzung überprüfen und anpassen. Zu trockenes, holzig-strohiges Material kann mit frischem Rasenschnitt oder feuchten Küchenabfällen angereichert werden. Bei zu feuchtem Kompost helfen Strauchhäcksel, Sägespäne, Stroh oder ungebleichte Kartonschnipsel, die Struktur aufzulockern. Grobe Bestandteile sollten zerkleinert und der Kompost gründlich gewässert werden.
Gibt man dem Gießwasser einen Kompoststarter bei, der bereits Mikroorganismen enthält, wird der Prozess nochmal so richtig beschleunigt.
Ergänzend kann die Zugabe von Urgesteinsmehl und einer zwei Zentimeter dicken Schicht Gartenerde auf der Oberfläche mineralische Bestandteile liefern. Diese sind wichtig für die Bildung von Ton-Humus-Komplexen, welche die Grundlage für eine porenreiche Bodenstruktur bilden. Eine solche Struktur erleichtert Pflanzen das Wurzelwachstum, die Nährstoffaufnahme und den Austausch mit der Umgebung.
Die Rolle von Mikroorganismen und Kompoststartern
Mikroorganismen sind entscheidend für die Stabilität und Fruchtbarkeit des Bodens, vergleichbar mit dem Kitt, der ein Haus zusammenhält. Ein unbelebter, verdichteter Boden bietet Pflanzen weniger optimale Bedingungen. Das Einbringen von Kompost und Mikroorganismen fördert das Wachstum und die Gesundheit der Pflanzen und trägt zu einer reichen Ernte bei.
Ein flüssiger Kompoststarter, wie er beispielsweise von der Firma Multikraft angeboten wird, enthält sofort wirksame Hefen und Bakterien in einer zuckrigen Lösung. Diese müssen nicht erst aus einem Ruhezustand aktiviert werden. Als Bodenhilfsstoff eingesetzt, unterstützt der Kompoststarter die schnelle Gewinnung von hochwertigem Kompost.
