Naturschutz

„Natur im Garten“ fokussiert auf Artenvielfalt und den Igel

Die Umweltbewegung „Natur im Garten“ widmet sich dem Artenschutz und der Förderung der Vielfalt in heimischen Gärten. Anlässlich des Internationalen Tags des Artenschutzes und des „Jahres des Igels“ 2024 steht der Igel im Mittelpunkt. Ein besonderer Aktionstag ist geplant.

Igel in Not: Herausforderungen und Schutzmaßnahmen

Igel sind zunehmend von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen. Beobachtungen von Experten zeigen, dass Igel früher aus dem Winterschlaf erwachen und diesen häufiger unterbrechen. Ursache hierfür sind milde Winter mit Temperaturen über 5°C. Das vorzeitige Ende des Winterschlafs erschwert das Überleben der Tiere. „Natur im Garten“, deren Wappentier der Igel seit 25 Jahren ist, setzt sich daher verstärkt für den Schutz dieses Frühlingsboten ein.

Der Tag des Artenschutzes am 3. März ist eine wichtige Erinnerung daran, wie entscheidend es ist, unsere heimische Tierwelt zu schützen und zu erhalten. Als Umweltbewegung setzen wir von ‚Natur im Garten‘ in diesem Jahr einen besonderen Fokus auf das Thema Artenvielfalt – insbesondere auch auf den Igel, der ein wichtiger Akteur im Ökosystem und ein Zeichen dafür ist, dass unsere Gärten lebendige und naturnahe Lebensräume sein können. Mit entsprechenden Aktionen möchten wir das Bewusstsein für die Lebensweise und den Schutz des Igels stärken und gemeinsam mit den Menschen weiter dafür sorgen, dass Niederösterreichs Gärten als vielfältige Rückzugsorte für die heimische Fauna dienen.

Dies betonten Matthias Wobornik und Christa Lackner, Geschäftsführer von „Natur im Garten“.

Kampagnen und Aktionen zum Igelschutz

Mit dem Frühlingsbeginn am 21. März startet „Natur im Garten“ die Informationskampagne „Igelerwachen“. Ziel ist es, auf die Bedeutung des Igels für das Ökosystem aufmerksam zu machen und darüber zu informieren, wie Gärten igelfreundlich und barrierefrei gestaltet werden können. Am 28. April findet der Aktionstag „Igelsonntag“ statt. Niederösterreichische Gemeinden und Pfarreien sind eingeladen, eigene „Igelsonntage“ oder Verteilaktionen mit Samensäckchen für wassersparenden Kräuterrasen zu organisieren, um Niederösterreich zu einem Igelparadies zu entwickeln.

Gestaltung eines igelfreundlichen Gartens

Für die Förderung von Igeln im eigenen Garten gilt die Regel: Mut zur Wildnis. Je naturnäher ein Garten gestaltet ist, desto attraktiver wird er für Igel. Sie bevorzugen „wilde Ecken“ mit Elementen eines Naturgartens, die ein reiches Nahrungsangebot, Versteckmöglichkeiten und Nistmaterial bieten. Weitere Informationen zur igelfreundlichen Gartengestaltung sind online verfügbar.

01.03.2024

Zurück