Die Grüne Stadt

Naturnahe Garten- und Parkgestaltung: Internationale Trends und Herausforderungen

Die 13. International Perennial Plant Conference beleuchtete den Trend zu naturnahen Garten- und Parkgestaltungen. Dynamische Pflanzungen und die Förderung der Biodiversität gewinnen an Bedeutung. Experten aus aller Welt diskutierten neue Konzepte und die Anpassung an den Klimawandel.

Experimentierfreude und Klimaanpassung in der Pflanzenwelt

Zehn Referenten aus Japan, den Niederlanden, Dänemark, der Schweiz, Irland, England, Schweden, Schottland und Armenien berichteten von einer wachsenden Bereitschaft, mit Pflanzen und Standorten zu experimentieren. Der Klimawandel beeinflusst die Pflanzenverwendung und führt zu neuen, angepassten Gestaltungskonzepten. Die Referenten teilten zudem umfassende Kenntnisse über biologische Produktion, Samenvermehrung und die Züchtung neuer Sorten.

Die Internationale Stauden-Union (ISU) plant für 2021 eine Exkursion nach Armenien, um natürliche Lebensräume endemischer Pflanzen zu erkunden. Die Botanikerin Anna Asatryan stellte das Programm der Tagung vor, welches auch auf der Internetseite der ISU verfügbar ist. Die über 100 Teilnehmer schätzten die fachlichen Anregungen der Referenten.

Internationale Expertise und Pflanzenpass-Anforderungen

Die Konferenz zog Gärtner, Planer und weitere Experten aus 19 Ländern an, die ihre internationale Erfahrung einbrachten. Aad Vollebregt, Präsident der ISU, informierte über die Anforderungen des Pflanzenpasses. Er sprach sich dafür aus, neue Bezeichnungen in der Nomenklatur erst dann im Handel zu übernehmen, wenn sie über einen längeren Zeitraum unverändert geblieben sind und sich in der gartenbaulichen Praxis etabliert haben, um eine Überforderung der Kunden zu vermeiden.

Vollebregt dankte dem ISU-Vorstandsmitglied Gerben Tjeerdsma für die Organisation der Tagung in Zusammenarbeit mit der Bildungsstätte Gartenbau. Die 14. International Perennial Plant Conference ist für den 12. bis 14. Februar 2021 in Grünberg geplant.

24.02.2020

Zurück