Bedeutung und Ausbau von Kooperationen im Naturschutz
In Masserberg-Schnett wurde auf dem Deutschen Landschaftspflegetag 2018 die Notwendigkeit einer qualitativen Weiterentwicklung von Kooperationen im Naturschutz betont. Alexander Bonde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), hob hervor, dass der Erhalt von sauberen Wasser, Luft und intakten Lebensräumen die Einbindung verschiedener Akteure erfordert.
Dazu zählen Vertreter aus Land- und Forstwirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft. Es sei wichtig, nicht nur ökologische, sondern auch soziale und wirtschaftliche Aspekte gemäß den internationalen Nachhaltigkeitszielen zu berücksichtigen. Eine solche Zusammenarbeit, geprägt von ständigem Austausch, könne zu vertrauensvollen Beziehungen auf lokaler Ebene führen. Die daraus resultierenden Lösungsansätze würden eine breite Akzeptanz finden und sich als besonders tragfähig erweisen.
Wertschätzung des Engagements von Landwirten für Natura 2000
Als Beispiel für eine erfolgreiche Kooperation wurde das von der DBU geförderte „Kompetenzzentrum Natura 2000-Stationen“ in Thüringen genannt. Dieses Zentrum wird gemeinsam von den Verbänden Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Naturschutzbund Deutschland (NABU) sowie dem Deutschen Verband für Landschaftspflege (DVL) als Gesellschaft bürgerlichen Rechts getragen.
Es handelt sich um eine Institution, die zivilgesellschaftliches Engagement für Natura-2000-Flächen bündelt und zeitgleich in einem engen Austausch mit dem behördlichen Naturschutz, den Ministerien und Fachbehörden des Landes und einer Vielzahl an Landnutzern in allen Landschaftsräumen Thüringens steht.
Das Kompetenzzentrum entwickelt Ansätze zur Ansprache und Anerkennung des Naturschutzengagements von Landnutzern. Beispielsweise werden Landwirte ausgezeichnet, die sich aktiv für das europaweite Biotopnetz Natura 2000 einsetzen.
Das kann ein besonders zukunftsweisender Weg sein, um eine enge und dauerhafte Zusammenarbeit zum gegenseitigen Nutzen nachhaltig zu etablieren.
Die DBU unterstützte das Kompetenzzentrum Natura 2000 fachlich und finanziell mit 371.853 Euro.
