Naturschutz

Förderprogramme für private Waldbesitzer: Unterstützung bei Waldumbau und Extremwetterschäden

Private Waldbesitzer finden auf den Seiten der FNR umfassende Informationen zu finanziellen Fördermöglichkeiten. Diese unterstützen bei der Bewältigung von Extremwetterschäden und dem Waldumbau, inklusive Schadholzaufarbeitung und Wiederaufforstung. Mittel stammen von Bund, Ländern und der EU.

Umfassende Unterstützung für den Waldumbau und die Bewältigung von Extremwetterschäden

Private Waldbesitzer erhalten auf den Webseiten der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) umfassende Informationen zu finanziellen Fördermöglichkeiten. Diese Unterstützung dient der Bewältigung von Schäden durch Extremwetterereignisse sowie der Förderung des Waldbaus, einschließlich Schadholzaufarbeitung, Wiederaufforstung und Waldumbau. Die Mittel stammen vom Bund, den Ländern und der EU.

Detailliert werden insbesondere die vom Bund und den Bundesländern über die Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK) finanzierten Maßnahmen erläutert. Neben der Unterstützung einer naturnahen Waldbewirtschaftung stehen vor allem finanzielle Förderungen zur Beseitigung von Extremwetterschäden im Fokus. Dazu zählen Maßnahmen zur Schadholzaufarbeitung und Wiederaufforstung.

Zusätzlich sind Fördermöglichkeiten aus dem Waldklimafonds des Bundeslandwirtschafts- und des Bundesumweltministeriums verfügbar, die der Anpassung der Wälder an den Klimawandel dienen. Auch Mittel aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) können abgerufen werden. Die Webseite bietet zudem Informationen zu länderspezifischen Förderoptionen, wie Zuschüsse zu Verjüngungskosten nach Waldbrandschäden, sowie Angebote der Fördersparte Forstwirtschaft der Landwirtschaftlichen Rentenbank. Erklärungen zur Antragstellung und Kontakte wichtiger Ansprechpartner in den einzelnen Bundesländern ergänzen das Informationsangebot. Alle Informationen sind auch als Broschüre zum Download verfügbar.

Hintergrund der Fördermaßnahmen

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) schätzt, dass zwischen 2018 und Ende 2020 deutschlandweit etwa 160,5 Millionen Kubikmeter Schadholz durch Stürme, Dürre, Brände und Insektenbefall entstanden sind. Dies betrifft eine Fläche von rund 245.000 Hektar. Ende 2019 lagen die Zahlen bei 105 Millionen Kubikmeter Schadholz auf 180.000 Hektar Waldfläche. Knapp zwei Drittel dieser Schadflächen entfielen auf private Waldbesitzer und Körperschaften.

Bis 2023 stellt das BMEL Waldbesitzern Bundesmittel in Höhe von 480 Millionen Euro aus dem Fonds Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) zur Verfügung. Mit der Finanzbeteiligung der Länder stehen insgesamt knapp 800 Millionen Euro für den Abtransport von Schadholz, für Wiederaufforstungen und den klimaangepassten Waldumbau bereit. Kleinprivatwaldbesitzer mit bis zu 20 Hektar Waldbesitz können Fördersätze von bis zu 90 Prozent erhalten. Seit 2013 unterstützen das Bundeslandwirtschafts- und das Bundesumweltministerium zudem Forschungsvorhaben zur Anpassung der Wälder an den Klimawandel mit Mitteln aus dem gemeinschaftlich aufgelegten Waldklimafonds.

28.04.2020

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