Bedeutung der Pilzkenntnis für die Verkehrssicherungspflicht
Die regelmäßige Kontrolle von Bäumen durch qualifizierte Baumkontrolleure ist essenziell, um der Verkehrssicherungspflicht gerecht zu werden. Dabei gilt es, potenzielle Gefahren frühzeitig zu erkennen und entsprechende Maßnahmen einzuleiten.
Ein wesentlicher Faktor, der die Bruch- und Standfestigkeit von Bäumen beeinträchtigen kann, ist ein umfangreicher Holzabbau, der stets mit holzzersetzenden Pilzen in Verbindung steht. Für Baumkontrolleure ist daher die Kenntnis dieser Pilzarten und ihrer spezifischen Schadwirkungen von großer Bedeutung. Die Bestimmung von Pilzfruchtkörpern gestaltet sich oft schwierig, da diese sowohl in ihren Entwicklungsstadien als auch innerhalb derselben Art erhebliche Variationen im Aussehen aufweisen können.
Ein Fachbuch widmet sich dieser Thematik, indem es die verschiedenen Ausprägungen und Gestalten der Pilzarten anhand zahlreicher Fotos darstellt. Detaillierte Beschreibungen der Hauptmerkmale sollen die Bestimmung erleichtern. Neben den häufigsten Pilzarten werden auch einige seltenere Spezies behandelt. Die zweite Auflage wurde um Pilzarten wie den Harzigen Lackporling oder den Flachen Schillerporling ergänzt, die in den letzten Jahren vermehrt beobachtet wurden.
Fachbuch und digitale Ergänzung
Das Werk "Holzzersetzende Pilze" liegt in der 2. Auflage von 2016 vor. Es ist als Paperback gebunden, umfasst etwa 155 Seiten und enthält über 200 Fotos. Die ISBN lautet 978-3-934947-32-0. Die Autoren sind Peter Klug und Martina Lewald-Brudi, die beide als öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige für Baumpflege und Verkehrssicherheit von Bäumen tätig sind. Ergänzend sind die Pilzarten auch auf der WebApp www.baumpilze.info verfügbar.
