BG BAU stellt Checkliste und neue Infos zum Hitze- und UV-Schutz bereit
Arbeiten im Freien bringt besonders in den Sommermonaten erhöhte gesundheitliche Risiken mit sich. Um Unternehmen und Beschäftigte im Garten- und Landschaftsbau sowie in weiteren Außenberufen zu unterstützen, stellt die BG BAU neue Informations- und Präventionsangebote zum Schutz vor UV-Strahlung und Hitze bereit. Dazu gehört unter anderem eine Checkliste mit konkreten Maßnahmen für den betrieblichen Arbeitsschutz.
Die Bedeutung des Themas wächst: In den vergangenen Jahren haben Hitzeperioden und Sonnenstunden deutlich zugenommen. Gleichzeitig steigt die Intensität der UV-Strahlung. Im Jahr 2022 war weißer Hautkrebs die zweithäufigste gemeldete Berufskrankheit bei der BG BAU. Zusätzlich kommt es in den Sommermonaten immer wieder zu schweren Arbeitsunfällen durch Hitzschlag oder Sonnenstich.
Wirksame Maßnahmen für Baustellen und Außenarbeitsplätze
Viele gesundheitliche Risiken lassen sich durch einfache Schutzmaßnahmen deutlich reduzieren. Besonders wichtig ist die Kombination aus organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen. Dazu zählen beispielsweise Verschattungen durch Wetterschutzzelte auf Baustellen oder die Anpassung der Arbeitszeiten an kühlere Tageszeiten.
Auch längere Pausen im Schatten können helfen, die körperliche Belastung zu reduzieren. Ergänzend empfiehlt die BG BAU persönliche Schutzmaßnahmen wie körperbedeckende Kleidung, Kopfschutz mit Helm oder Basecap mit Nackenschutz, Kühlwesten sowie Sonnenbrillen.
- Verschattung von Arbeitsbereichen, etwa durch Wetterschutzzelte
- Anpassung der Arbeitszeiten an kühlere Tageszeiten
- Regelmäßige Pausen im Schatten
- Körperbedeckende Kleidung und Kopfschutz
- Sonnenbrillen und Kühlwesten
Besonders wichtig ist zudem eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Bei hohen Temperaturen kann der Flüssigkeitsbedarf durch starkes Schwitzen deutlich steigen. Die BG BAU empfiehlt daher, täglich mindestens vier bis fünf Liter zu trinken. Arbeitgeber müssen dafür Trinkwasser oder andere alkoholfreie Getränke bereitstellen.
„Wichtig ist vorbeugendes Handeln aller Beteiligten, damit das Arbeiten im Freien auch unter klimatisch anspruchsvollen Bedingungen ohne gesundheitliche Schäden erfolgt“, sagt Bernhard Arenz, Leiter der Hauptabteilung Prävention der BG BAU. „Dazu sind häufig nur wenige, aber wirksame Maßnahmen notwendig.“
Checkliste, Plakat und Informationsangebote
Zur Unterstützung der Betriebe stellt die BG BAU eine Reihe neuer Informationsmaterialien bereit. Neu sind das Plakat „Bei Sonne UV-Schutz. Logisch!“ sowie die Checkliste „Schutz vor Hitze und UV-Strahlung“. Beide Materialien bieten konkrete Hinweise für die Planung und Umsetzung von Schutzmaßnahmen im Arbeitsalltag.
Vor allem die Checkliste richtet sich an Unternehmen und Arbeitsschutzbeauftragte. Sie hilft dabei, Risiken frühzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen systematisch umzusetzen. Ergänzend steht auch der Aushang „Betriebsanweisung: Arbeiten im Freien bei Hitze“ zum Download bereit.
Darüber hinaus bietet die Berufsgenossenschaft Schulungen zum Hitze- und UV-Schutz sowie die Aktionstage „Rette deine Haut“ für Auszubildende an. Auch Investitionen in geeignete Schutzmaßnahmen können über Arbeitsschutzprämien gefördert werden.
Weitere Unterstützung für Betriebe
Neben Informationsmaterialien und Schulungen unterstützt auch der arbeitsmedizinische Dienst der BG BAU Betriebe und Beschäftigte. Dazu gehören unter anderem Vorsorgeuntersuchungen und Beratung zu gesundheitlichen Risiken bei Arbeiten im Freien.
Ergänzend stehen neue Kurzvideos zum Thema UV- und Hitzeschutz in den Social-Media-Kanälen der Berufsgenossenschaft zur Verfügung. Ziel ist es, die Aufmerksamkeit für Gesundheitsrisiken bei sonnigem und heißem Wetter zu erhöhen und Betriebe im Garten- und Landschaftsbau bei der Umsetzung wirksamer Schutzmaßnahmen zu unterstützen.
