Klimawandel und städtische Grünplanung
Die Diskussion um den Klimawandel und seine Auswirkungen auf urbane Gebiete erfordert eine Neuausrichtung der städtischen Grünplanung. Dies bedeutet, dass Städte neue Bäume benötigen, die an veränderte Bedingungen angepasst sind. Ein Beispiel für eine von Gehölzexperten als klimawandeltauglich eingestufte Art ist der Eisenholzbaum (Parrotia persica).
Ein solcher Baum wurde kürzlich im Garten des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft in Berlin gepflanzt. Anwesend waren Bundesministerin Julia Klöckner, Bernhard von Ehren von der Baumschule Lorenz von Ehren, Markus Guhl vom Bund deutscher Baumschulen sowie Michael Grosse-Brömer, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.
Anpassung an den Klimawandel
Bäume dieser Art sind die passende Antwort auf die veränderten Klimabedingungen in der Stadt.
Dies betonte Grosse-Brömer und hob hervor, dass ein Anschauungsexemplar dieser robusten Bäume im Bundesministerium ein wichtiges Signal sei. Der etwa 20 Jahre alte Eisenholzbaum soll täglich daran erinnern, den Fokus auf zukunftsfähige Stadtbäume zu legen. Viele heimische Pflanzen kommen mit den Bedingungen in Städten, die oft zu heiß und unwirtlich sind, nicht mehr zurecht.
Das Stadtgrün muss in den kommenden Jahren an die aktuellen Klimabedingungen angepasst werden. Bernhard von Ehren empfiehlt hierfür eine Mischung aus heimischen und fremdländischen Gehölzen. Letztere sind oft besser in der Lage, extremen Klimabedingungen wie Trockenheit, Hitze, Starkregen und Starkwind standzuhalten. Beispiele hierfür sind der Amberbaum (Liquidambar styraciflua) aus Nordamerika und der Eisenholzbaum (Parrotia persica) aus dem Nahen Osten.
Markus Guhl ergänzte, dass auch nicht-heimische Gehölze wichtige Funktionen als Insektenweide und Vogelnährgehölze erfüllen können, da dies für die heimische Fauna keinen Unterschied mache. Die Anwesenden waren sich einig, dass neue Bäume notwendig sind, um die Lebensqualität in Städten angesichts des Klimawandels zu erhalten.
