Neue Finanzierungsmöglichkeiten für Kommunen
Die BGL-Studie zeigt mögliche innovative Finanzierungsinstrumente und deren Potenziale zur Erhaltung, Verbesserung und Pflege öffentlicher Grünflächen auf. Im Bereich der marktorientierten Finanzierungsmodelle können Kommunen beispielsweise den Zertifikatehandel im Zusammenhang mit handelbaren Flächennutzungsrechten oder den Handel mit CO²-Zertifikaten nutzen. Zusätzlich stehen den Kommunen Instrumente wie Kompensationsmaßnahmen oder Payments for Ecosystems Services (PES) zur Verfügung.
Kooperative Finanzierungsmöglichkeiten, die ebenfalls in der Studie untersucht wurden, setzen auf eine stärkere Einbindung bürgerlichen und unternehmerischen Engagements in Form von Public-private-Partnerships. Dazu zählen gesellschaftliche Partizipationsformen wie Öko- und Kultursponsoring, das Einrichten von Improvement Districts oder die Einbeziehung privaten Kapitals zur Finanzierung von öffentlichem Grün durch Fondsmodelle.
Inventarisierung des kommunalen Grüns durch die Grüne Doppik
Ein weiterer Fokus der Studie liegt auf den Chancen der „Grünen Doppik“ für die Finanzierung öffentlicher Grünflächen. Die Grüne Doppik ist kein direktes Finanzierungsinstrument zur Sicherstellung des Angebots öffentlicher Grünflächen sowie deren Pflege und Erhaltung. Sie eröffnet jedoch Möglichkeiten für den Erhalt von Funktionen öffentlicher Grünflächen und deren sachgerechte Bewertung.
Durch die Doppik ist es möglich, eine vollständige Inventarisierung der grünen Vermögenswerte einer Kommune zu erzielen. So erhalten die Kommunen und die Verantwortlichen in der Politik belastbare Argumente zum Aufbau und zur Steuerung eines effizienten Grünflächenmanagements und damit eine verbesserte Transparenz.
Die Studie „Innovative Finanzierungsmodelle für öffentliches Grün“ steht zum Download bereit.
