Umfassende Maßnahmen zur ökologischen Aufwertung des Mains
Ziel der Maßnahmen ist es, den Main als Lebensraum für gefährdete Tier- und Pflanzenarten wie den Flussregenpfeifer oder die Schwanenblume zu erhalten und naturnah zu gestalten. Im Rahmen des Projekts ist der Bau einer neuen, einen Kilometer langen Mainschleife vorgesehen, die dem ursprünglichen Flussverlauf folgt.
Zusätzlich werden im begradigten und befestigten Mainabschnitt Alt- und Flachwasserzonen geschaffen. Auf einer Fläche von zehn Hektar, was etwa 14 Fußballfeldern entspricht, werden neue Biotope angelegt. Ein Teil der für die Renaturierung benötigten zwölf Hektar Grundfläche wird dem Freistaat im Rahmen eines Grundstückstausches von der Firma Gebr. Porzner GmbH zur Verfügung gestellt.
Ökologie und Ökonomie reichen sich die Hand. Gemeinsam mit der Kieswirtschaft schaffen wir neue Oasen für Tiere und Pflanzen, leisten einen Beitrag zum vorbeugenden Hochwasserschutz und verbessern den ökologischen Zustand des Mains.
Die Sand- und Kieswirtschaft hat zwischen dem Frankenwald und Bamberg eine lange Tradition. Im Oberen Maintal sind dadurch zahlreiche Baggerseen entstanden, von denen sich viele zu wertvollen Flächen für Fauna und Flora entwickelt haben.
Finanzierung und langfristige Perspektiven des Projekts
Die Gesamtkosten für den Freistaat belaufen sich auf rund zwei Millionen Euro. Das Projekt ist auf zehn Jahre angelegt. Bereits im Jahr 2000 wurden erste Schritte zur Renaturierung des Mains unternommen, beispielsweise die Rückverlegung des Mains in sein altes Gewässerbett bei Unterbrunn im Landkreis Lichtenfels. Auch dort konnte das örtliche Kiesabbauunternehmen für eine Zusammenarbeit gewonnen werden.