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Neuer IGA-Radweg verbindet Lünen und Bergkamen

Lünen und Bergkamen erhalten sieben Millionen Euro für den IGA-Radweg. Das Verbundprojekt soll die Radverkehrsinfrastruktur ausbauen und die IGA 2027-Ausstellungsorte besser zugänglich machen. Klimaschutz und Radverkehr stehen im Fokus.

Förderung für nachhaltige Mobilität

Die Städte Lünen und Bergkamen erhalten eine Förderung von rund sieben Millionen Euro aus der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) für das Verbundprojekt "IGA-Radweg Bergkamen – Lünen". Mit dieser Unterstützung soll die Radverkehrsinfrastruktur ausgebaut werden, um die Ausstellungsorte der Internationalen Gartenausstellung (IGA) 2027 im Ruhrgebiet besser zugänglich zu machen.

Florian Pronold, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesumweltministerium, überreichte den Bürgermeistern der beiden Städte die Förderbescheide. Er betonte die Bedeutung solcher Kooperationen:

Klimaschutz und Radverkehr kennen keine Kommunalgrenzen. Deshalb freue ich mich besonders, dass die Städte Lünen und Bergkamen sich zu einem Verbundprojekt zusammengeschlossen haben, um den IGA-Radweg zu realisieren. Damit können die Besucherinnen und Besucher der Internationalen Gartenausstellung umwelt- und klimafreundlich ans Ziel radeln.

Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur

Die Städte Bergkamen und Lünen sind Standorte des IGA-Zukunftsgartens "Landschaft in Bewegung". Dieser Garten entsteht in einer Haldenlandschaft zwischen den ehemaligen Steinkohleförderstätten und soll neue Sport- und Bewegungsangebote bieten. Um diesen Zukunftsgarten mit dem Fahrrad zu erreichen, wird die bestehende Radverkehrsinfrastruktur erweitert und Lücken im Radwegenetz geschlossen.

Der neue IGA-Radweg soll wichtige Ortsteile, die IGA-Standorte und regionale Freizeitziele besser an den Bahnhof in Lünen sowie an den überregionalen Radschnellweg Ruhr anbinden. Im Zuge des Projekts werden zwei neue Radwege und Brücken errichtet. Entlang der Strecke sind zudem fünf Reparaturstationen, 500 Radabstellanlagen und Solarleuchten geplant, um die Nutzung auch in den Wintermonaten zu gewährleisten.

Beitrag zum Klimaschutz

Das Bundesumweltministerium unterstützt das Vorhaben mit etwa sieben Millionen Euro. Es wird erwartet, dass durch den Radwegeausbau eine Treibhausgasminderung von rund 2.200 Tonnen CO2 pro Jahr erreicht wird. Zudem könnte sich bis zu 10 Prozent des Verkehrs zwischen Lünen, Bergkamen und den Nachbargemeinden auf das Fahrrad verlagern.

Der Radwegeausbau leistet somit einen Beitrag zum lokalen Klimaschutz. Im Rahmen des Förderaufrufs "Klimaschutz durch Radverkehr" der NKI werden investive Projekte zur Verbesserung der Radverkehrssituation in definierten Gebieten gefördert. Seit 2016 hat das Bundesumweltministerium bundesweit 60 Einzel- und 29 Verbundvorhaben zum Radverkehr mit einem Fördervolumen von rund 146 Millionen Euro bewilligt.

07.07.2021

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