Aufgaben und Bedeutung der Biosphärenreservate
Bundesumweltministerin Svenja Schulze würdigte in ihrem Grußwort das Engagement der Expertinnen und Experten für biologische Vielfalt und regionale Wertschöpfung.
Die deutschen Biosphärenreservate haben international einen guten Ruf. Als Modellregionen für nachhaltige Entwicklung helfen die Biosphären dabei, die biologische Vielfalt und reichhaltige Landschaften zu erhalten und schaffen regionale Wertschöpfung und Arbeitsplätze.
Das UNESCO-Programm „Der Mensch und die Biosphäre“ wurde vor über 40 Jahren als wissenschaftliches Programm zur Untersuchung menschlicher Auswirkungen auf die Biosphäre etabliert. Heute dient es als Instrument zur Umsetzung nachhaltiger Entwicklung.
In Deutschland kooperieren 16 UNESCO-Biosphärenreservate als Modellregionen für nachhaltige Entwicklung mit Partnern aus 120 Ländern weltweit. Sie verbinden strengen Naturschutz in Kernzonen mit der Förderung nachhaltiger Wirtschaftsweisen auf dem Großteil ihrer Flächen. Jährlich verzeichnen die deutschen Biosphärenreservate rund 65 Millionen Besucher, die einen Bruttoumsatz von knapp drei Milliarden Euro generieren. Der Internationale MAB-Koordinationsrat entscheidet jährlich über die Anerkennung neuer Biosphärenreservate und überprüft bestehende Gebiete alle zehn Jahre. Das Biosphärengebiet Schwarzwald erhielt seine UNESCO-Anerkennung zuletzt im Juni 2017.
Zusammensetzung des Komitees
Den Vorsitz des Komitees führt Inka Gnittke, Referatsleiterin N I 2 (Gebietsschutz, Natura 2000) im BMU.
Die Mitglieder des Komitees sind:
- Margret Brahms, ehemals Abteilungsleiterin Naturschutz im Umweltministerium Schleswig-Holstein
- Gunther Brinkmann, BIMA, Leiter Sparte Bundesforst
- Dr. Frauke Druckrey, ehemals Verband der chemischen Industrie (VCI)
- Renate Dylla, Stellvertretende Geschäftsführerin der Assoziation Ökologischer Lebensmittelhersteller AÖL
- Birgit Grauvogel, Geschäftsführerin der Tourismuszentrale des Saarlandes
- Thomas Habermann, Landrat des Landkreises Rhön-Grabfeld (BR Rhön)
- Prof. Dr. Hubert Job, Professur für Geographie und Regionalforschung, Universität Würzburg
- Adrian Johst, Geschäftsführer der Naturstiftung David des BUND Thüringen
- Prof. Dr. Armin Lude, Professur für Biologie und ihre Didaktik, Pädagogische Hochschule Ludwigsburg
- Prof. Dr. Vera Luthardt, Professur für Vegetationskunde und Pflanzenökologie, Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde
- Helga May-Didion, Abteilungsleiterin Naturschutz im Umweltministerium Saarland
- Dr. Lutz Möller, Stellvertretender Generalsekretär der Deutschen UNESCO-Kommission
- Dr. Kim Pollermann, Thünen Institut für Ländliche Räume
- Prof. Dr. Diana Pretzell, WWF, Leiterin Naturschutz Deutschland
- Prof. Dr. Irene Ring, Professur für Ökosystemare Dienstleistungen, Technische Universität Dresden, Internationales Hochschulinstitut (IHI) Zittau
- Prof. Dr. Werner Wahmhoff, Stellvertretender Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt DBU, Leiter DBU Naturerbe
