Be- und Entwässerung

Niederschlagsmanagement für Radweg in Burgoberbach

Ein neuer Radweg in Burgoberbach schließt eine wichtige Lücke im Radwegenetz und verbessert die Sicherheit. Für das Regenwassermanagement kommt ein D-Raintank 3000®-Rigolenblock von Funke Kunststoffe zum Einsatz, der Niederschläge kontrolliert in den Hesselbach ableitet.

Effiziente Regenwasserableitung für den Radweg

Der Lückenschluss im Radwegenetz zwischen Gerersdorf und Niederoberbach in der mittelfränkischen Gemeinde Burgoberbach verbessert die Sicherheit für Radfahrer. Im Zuge dieses Projekts wurde auch das Regenwassermanagement berücksichtigt. Zur kontrollierten Ableitung von Niederschlägen in den Hesselbach kommt ein D-Raintank 3000®-Rigolenblock von Funke Kunststoffe mit einem Volumen von knapp 111 Kubikmetern zum Einsatz.

Der Rigolenblock dient bei Starkregenereignissen zur temporären Speicherung des Niederschlagswassers. Er ist mit einem Inspektionsblock sowie einem DRT-Funktionsblock DN 1000 ausgestattet, der ein integriertes Drosselelement enthält. Eine Vorreinigung des zufließenden Regenwassers erfolgt in einem vorgeschalteten Funke Reinigungsschacht DN 1000.

Der neue Geh- und Radweg von Gerersdorf nach Niederoberbach im Landkreis Ansbach ist 1,4 Kilometer lang und schließt eine Lücke im Radwegenetz. Teile des Weges werden auch als Wirtschaftsweg für die Landwirtschaft ausgebaut. Radfahrer müssen auf dieser Strecke nicht mehr auf die Staatsstraße ST2221 ausweichen. Vor dem Spatenstich im Dezember 2022 waren der Erwerb eines Grundstücks sowie eine Bodenaufbereitung und -verfestigung mittels Kalk-Zement notwendig.

D-Raintank 3000® als Lösung für die Entwässerung

Die Entwässerung des asphaltierten Radwegs erfolgt über einen Graben zwischen Radweg und Staatsstraße, von dem das Wasser in Richtung Hesselbach gelangt. Um einen starken Pegelanstieg des Hesselbachs bei Starkregen zu vermeiden, konzipierte das Ingenieurbüro Heller GmbH, Herrieden, ein Rückhaltereservoir nahe Niederoberbach. Dieses Reservoir hat ein Rückstauvolumen von knapp 111 Kubikmetern, von dem aus das Niederschlagswasser nach temporärer Zwischenspeicherung kontrolliert in den Hesselbach abgeleitet wird.

Ein offenes Becken wäre die kostengünstigste Variante gewesen. Hierfür war jedoch kein Platz vorhanden, erklärt Planer Fabian Grabner vom Ingenieurbüro Heller, warum die D-Raintank 3000®-Elemente von Funke Kunststoffe zum Einsatz kamen. Von dem Retentionskörper wird das Wasser über einen DRT-Funktionsblocks DN 1000 mit integrierter Drossel und ein Kunststoffrohr DN/OD 400 sohlengleich abgeführt. Dabei sorgt der Querschnitt für eine Drosselung. Sobald mehr Niederschlag fällt, steigt der Wasserstand in den D-Raintank 3000®-Elementen. Das Wasser wird also zurückgehalten, beschreibt Grabner die Funktionsweise. Durch die im Funktionsblock integrierte Drossel und dem damit direkt in der Rigole befindlichen Drosselablauf konnte zusätzlich Platz eingespart werden.

Der Funktionsblock ermöglicht zudem die Wartung der Drossel. Die offene Bauweise der D-Raintank 3000®-Elemente erlaubt eine optische Begutachtung des Innenraums des Retentionskörpers ohne Kamerabefahrung.

Aufbau und Funktionsweise des Rigolenkörpers

Die D-Raintank 3000®-Elemente werden auf dem Planum mit der Frostschutzschicht zuerst mit einem Filtervlies, dann mit einer Kunststoffdichtungsbahn und abschließend erneut mit einem Filtervlies ummantelt.

Diese Montage stellt sicher, dass die Folie nicht beschädigt wird – weder von den Ecken und Kanten der D-Raintank 3000®-Elemente noch beim Verfüllen der Baugrube, betont Ralf Weber, Fachberater Außendienst bei der Funke Kunststoffe GmbH, Hamm.

Die einzelnen Elemente bestehen aus PVC-U und haben die Abmessungen 600 x 600 x 600 mm (LxBxH). Die Rossaro Baugruppe, Aalen, setzt die Elemente in Niederoberbach in vier Reihen nebeneinander und zwei Lagen übereinander auf einer Länge von 39,6 Metern ein. Der Retentionskörper hat somit eine Größe von 39,6 x 2,40 x 1,20 m (LxBxH).

Vorgeschaltet ist ein Funke Reinigungsschacht DN 1000, der Feststoffe im Niederschlagswasser zurückhält. Das ankommende Wasser wird über den Zulauf vor eine Umlenkplatte geleitet und in eine Kreisbewegung gebracht. Die Feststoffe setzen sich im Strömungstrenner ab, bevor das Niederschlagswasser zum Auslauf geführt wird.

Das Niederschlagswasser von befestigten Flächen (außer Verkehrsflächen) und Dachflächen, das den Reinigungsschacht DN 1000 durchlaufen hat, kann in der Regel in ein Oberflächengewässer abgeleitet bzw. über eine Rigole versickert werden, so Weber.

Vom Reinigungsschacht führt ein Spülrohr in den Rigolenkörper. Das Wasser fließt durch Schlitze, die in einem Winkel von 180° oben an den Rohren angebracht sind, ab. Übriggebliebene Feststoffe sammeln sich an der Rohrsohle und können durch regelmäßige Spülungen entfernt werden.

Vorteile der gewählten Lösung

Baumamtsleiter Marco Holz von der Gemeinde Burgoberbach erläutert die Entscheidung für das Funke-Produkt:

Überzeugt hat uns vor allem, dass ein Inspektionsblock in den Rigolenkörper integriert werden kann. Im Inneren sind keine Seitenplatten erforderlich. Für Kamerabefahrungen, Wartungsarbeiten und Spülungen ist diese offene Konstruktion ideal. Durch die gute Zugänglichkeit können wir eine lange Lebensdauer und damit auch die Wirtschaftlichkeit der Anlage sicherstellen.

Auf der Baustelle überzeugten die D-Raintank 3000®-Elemente durch ihr geringes Eigengewicht und den damit verbundenen leichten Einbau.

Dank ihrer stabilen Konstruktion sind sie dennoch schon bei geringer Überdeckung außerordentlich belastbar, so Fachberater Weber. Bereits 40 cm Überdeckungshöhe reichen sogar unter privaten Pkw-Parkflächen aus.

Der neue Radweg soll im Sommer 2023 fertiggestellt werden.

10.07.2023

Weitere Informationen erhalten Sie hier:

Funke Kunststoffe GmbH

Siegenbeckstr. 15
59071Hamm-Uentrop

Tel.:+49 238 83071-0
Fax:+49 238 83071-550

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