Die Teilnehmer der Umfrage gaben im Mittelwert an, dass die Abnehmergruppen dieses Potenzial prozentual folgendermaßen nutzen:
- 62 % Privatkunden
- 52 % Verwender
- 52 % Handel
- 32% Kommunen
Staudengärtner werben für mehr Artenvielfalt – auch im öffentlichen Grün
„Das große Interesse der Freizeitgärtner freut uns Staudengärtner sehr“, sagt Beate Zillmer, Vorsitzende des Bundes deutscher Staudengärtner (BdS). Private Kunden schneiden ihrer Beobachtung nach beim Thema Artenvielfalt oft besser ab als Handel und Verwender.
Verwunderlich sei jedoch, so Zillmer weiter, dass Kommunen nur rund halb so intensiv die Artenvielfalt stärken wie private Gärtner: „Es gibt zahlreiche vorbildliche Städte und Gemeinden, die mit attraktiven Pflanzungen das öffentliche Grün und Leben bereichern. Aber natürlich kann man im Stadtgrün nicht so experimentieren wie im Hausgarten.“
Unterschiede zwischen Privatgärten und öffentlichem Grün
- Privatgärten: Pflegeintensiver, individueller, persönliches Geld → mehr Spielraum für Vielfalt.
- Öffentliche Anlagen: Finanzierung aus Steuermitteln → Fokus auf Bewährtes und Funktionierendes.
Politischer Hintergrund
Von der Politik wird mehr Artenvielfalt gefordert – Grundlage ist das Übereinkommen über die biologische Vielfalt (CBD). Dieses umfasst:
- Vielfalt an Ökosystemen
- Artenvielfalt
- genetische Vielfalt
Lösungen vom BdS
Gemeinsam mit dem Arbeitskreis Pflanzenverwendung bietet der BdS Konzepte an, die auch bei knappen öffentlichen Haushalten Artenvielfalt in Städte und Kommunen bringen.
- Staudenmischungen: seit 2006 wissenschaftlich erprobt, mit Innovationspreis des BMEL ausgezeichnet.
- Vorteile: Kostengünstig zu planen und pflegen, bieten ganzjährig attraktive und abwechslungsreiche Pflanzenbilder, basierend auf einem breiten Arten- und Sortenspektrum.
- Unterstützung: Zahlreiche Veröffentlichungen geben praxisnahe Informationen und Umsetzungshilfen.
Präsentation auf der IPM 2012
Vom 24. bis 27. Januar 2012 informieren die Staudengärtner auf der IPM in Essen (Halle 11) am Gemeinschaftsstand mit dem Bund deutscher Baumschulen (BdB) über:
- das breite Sortiment
- die Staude des Jahres
- aktuelle Entwicklungen rund um Artenvielfalt und Staudenverwendung