Beetpflanzen und Gehölze

Noch Potenzial zur Vertiefung der Artenvielfalt in kommunalen Stauden-Pflanzungen

18.11.2011

Staudengärtner bieten durchschnittlich ein Arten- und Sortenspektrum von rund 1500 verschiedenen Stauden an. Von allen Kunden nutzen Privatkunden das Sortiment am intensivsten - Kommunen nutzen es am wenigsten. Dies ist ein Ergebnis der Mitgliederumfrage 2011 des Bundes deutscher Staudengärtner (BdS), die die AMI Agrarmarkt Informations- Gesellschaft mbH umgesetzt und ausgewertet hat.

Die Teilnehmer der Umfrage gaben im Mittelwert an, dass die Abnehmergruppen dieses Potenzial prozentual folgendermaßen nutzen:

  • 62 % Privatkunden
  • 52 % Verwender
  • 52 % Handel
  • 32% Kommunen

Staudengärtner werben für mehr Artenvielfalt – auch im öffentlichen Grün

„Das große Interesse der Freizeitgärtner freut uns Staudengärtner sehr“, sagt Beate Zillmer, Vorsitzende des Bundes deutscher Staudengärtner (BdS). Private Kunden schneiden ihrer Beobachtung nach beim Thema Artenvielfalt oft besser ab als Handel und Verwender.

Verwunderlich sei jedoch, so Zillmer weiter, dass Kommunen nur rund halb so intensiv die Artenvielfalt stärken wie private Gärtner: „Es gibt zahlreiche vorbildliche Städte und Gemeinden, die mit attraktiven Pflanzungen das öffentliche Grün und Leben bereichern. Aber natürlich kann man im Stadtgrün nicht so experimentieren wie im Hausgarten.“

Unterschiede zwischen Privatgärten und öffentlichem Grün

  • Privatgärten: Pflegeintensiver, individueller, persönliches Geld → mehr Spielraum für Vielfalt.
  • Öffentliche Anlagen: Finanzierung aus Steuermitteln → Fokus auf Bewährtes und Funktionierendes.

Politischer Hintergrund

Von der Politik wird mehr Artenvielfalt gefordert – Grundlage ist das Übereinkommen über die biologische Vielfalt (CBD). Dieses umfasst:

  • Vielfalt an Ökosystemen
  • Artenvielfalt
  • genetische Vielfalt

Lösungen vom BdS

Gemeinsam mit dem Arbeitskreis Pflanzenverwendung bietet der BdS Konzepte an, die auch bei knappen öffentlichen Haushalten Artenvielfalt in Städte und Kommunen bringen.

  • Staudenmischungen: seit 2006 wissenschaftlich erprobt, mit Innovationspreis des BMEL ausgezeichnet.
  • Vorteile: Kostengünstig zu planen und pflegen, bieten ganzjährig attraktive und abwechslungsreiche Pflanzenbilder, basierend auf einem breiten Arten- und Sortenspektrum.
  • Unterstützung: Zahlreiche Veröffentlichungen geben praxisnahe Informationen und Umsetzungshilfen.

Präsentation auf der IPM 2012

Vom 24. bis 27. Januar 2012 informieren die Staudengärtner auf der IPM in Essen (Halle 11) am Gemeinschaftsstand mit dem Bund deutscher Baumschulen (BdB) über:

  • das breite Sortiment
  • die Staude des Jahres
  • aktuelle Entwicklungen rund um Artenvielfalt und Staudenverwendung
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