Ökologischer und technischer Hochwasserschutz in Mainleus

Naturschutz

In Mainleus wurde ein innovatives Hochwasserschutzprojekt eingeweiht, das technischen Schutz mit ökologischer Renaturierung verbindet. Es schützt Anwohner und schafft neuen Lebensraum für Tiere und Pflanzen.

Erfolgreiche Umsetzung der Schutzmaßnahmen in Pölz

In Pölz wurden in den vergangenen Monaten ein 1,5 Kilometer langer Schutzdeich und eine Binnenentwässerung mit einem neuen Pumpwerk errichtet. Parallel dazu erfolgte die Renaturierung der alten Mainschleife sowie die Vernetzung und Ergänzung des Altwassersystems.

Natürliche und technische Schutzmaßnahmen wurden sinnvoll verbunden. Gleichzeitig ist neuer Erholungsraum für die Menschen und neuer Lebensraum für die Tier- und Pflanzenwelt am Main entstanden. Das Hab und Gut von etwa 190 Menschen werden dauerhaft geschützt.

Pölz war in der Vergangenheit wiederholt von Hochwasser betroffen, zuletzt in den Jahren 2005 und 2006. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf rund 2,2 Millionen Euro. Diese wurden vom Freistaat Bayern, dem Markt Mainleus und der Europäischen Union getragen.

Zukünftige Strategie und Investitionen im Hochwasserschutz

Nach dem diesjährigen Hochwasser wurde das Hochwasser-Aktionsprogramm 2020plus aufgelegt. Dieses Programm stellt das bisher größte wasserbauliche Infrastrukturprogramm Bayerns dar. Es sieht eine jährliche Verdopplung der bisherigen finanziellen Mittel für den Hochwasserschutz vor.

Bis zum Jahr 2020 sind Investitionen von insgesamt 3,4 Milliarden Euro für den Ausbau des Hochwasserschutzes in Bayern geplant. Seit 2001 wurden bereits 1,6 Milliarden Euro investiert. Die umgesetzten Maßnahmen schützen rund 400.000 Menschen vor Überflutungen durch ein 100-jährliches Hochwasser.

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