Naturschutz

Özdemir übergibt 1,8 Millionen Euro Förderung für Wiedervernässung von Mooren

Bundesminister Cem Özdemir hat Förderbescheide in Höhe von knapp 1,8 Millionen Euro an die Initiative toMOORow übergeben. Damit wird der Weg für die Wiedervernässung und gleichzeitige landwirtschaftliche Nutzung von Mooren geebnet.

Förderung für nachhaltige Moornutzung und Klimaschutz

Bundesminister Cem Özdemir hat Förderbescheide in Höhe von knapp 1,8 Millionen Euro an die Initiative toMOORow übergeben. Damit wird gemeinsam mit 14 Unternehmen der Weg für die Wiedervernässung und gleichzeitige landwirtschaftliche Nutzung von Mooren geebnet.

Unter dem Dach der Initiative toMOORow werden in den kommenden Jahren Pilotprojekte initiiert, Marktkräfte aktiviert und skalierbare Wertschöpfungsketten auf Basis von Paludi-Biomasse aufgebaut. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft und der Wissenschaft.

Wiedervernässte Moore sind unsere natürlichen Verbündeten beim aktiven Klimaschutz – aber das geht nur, wenn wir Lösungen mit den Betroffenen finden. Für die Landwirtschaft muss es sich lohnen, mitzumachen und klimafreundlich zu wirtschaften. Nasse Nutzung in Paludikultur ist dann interessant, wenn die Biomasse und die Produkte am Markt abgesetzt werden können. Wertschöpfungsketten müssen dafür angepasst oder ganz neu aufgebaut werden – hier kann die verarbeitende Wirtschaft mit ihrem Know-how einen entscheidenden Beitrag leisten. Die vom BMEL über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe geförderte toMOORow PaludiAllianz unterstützt diese Initiative der Unternehmen und verbindet sie mit der Landwirtschaft. So kann Paludikultur gelingen.

Die Land- und Forstwirtschaft auf wiedervernässten Mooren, bekannt als Paludikultur, bietet Potenziale für Klima- und Artenschutz. Gleichzeitig ermöglicht sie alternative Einkommensquellen für Landwirte und die Bereitstellung regionaler, fossilfreier Rohstoffressourcen für verschiedene Industrien, darunter Papier, Verpackung, Bau, Dämmstoffe und Holzwerkstoffe.

Bundesweit gibt es etwa eine Million Hektar landwirtschaftlich genutzter, trockengelegter Moore. Hier besteht die Möglichkeit zur Wiedervernässung bei gleichzeitiger Weiterbewirtschaftung. Durch den Anbau von Pflanzen wie Schilf, Rohrkolben, Torfmoosen oder Seggen können Landwirte nachwachsende Rohstoffe liefern. Diese können fossile Ressourcen ersetzen und die Klimabilanz von Unternehmen verbessern. Zudem wird regionale Wertschöpfung initiiert und es entstehen verlässliche Lieferketten, die Transporteinsparungen ermöglichen.

Die „Allianz der Pioniere“ wurde im Rahmen einer Auftaktveranstaltung in Berlin vorgestellt. Anwesend waren Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir, Bundesumweltministerin Steffi Lemke sowie die toMOORow-Initiatoren Prof. Dr. Michael Otto und Prof. em. Dr. Michael Succow. Vertreter der Umweltstiftung Michael Otto, der Michael Succow Stiftung und des Greifswald Moor Centrums präsentierten die Allianz der Öffentlichkeit.

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) unterstützt die Initiative in Kooperation mit dem Bundesministerium für Umwelt und Verbraucherschutz über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR). Die Förderung beläuft sich auf 1.798.677 Euro über die kommenden drei Jahre und wird aus dem Sondervermögen „Klima- und Transformationsfonds (KTF)“ bereitgestellt.

02.05.2024

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