Forschung für einen gesunden Wald und Klimaschutz
Wirksamer Waldschutz braucht die Wissenschaft. Unser neues Waldschutzinstitut ist ein weiterer Baustein unserer nachhaltigen Waldpolitik. Ich wünsche dem Leiter des Instituts, Prof. Henrik Hartmann, und seinem Team viel Erfolg. Ein gesunder Wald liefert nicht nur den wertvollen Rohstoff Holz, bietet Tieren und Pflanzen einen Lebensraum und Menschen Erholung, sondern schützt auch das Klima. Doch die Folgen der Klimakrise wie Hitze oder Trockenheit setzen dem Ökosystem stark zu. Wer den Wald stärkt, macht starken Klimaschutz – darum zählt jeder Hektar.
Der Bundesminister betonte, dass die Ansiedlung des Instituts in Quedlinburg zur Stärkung ländlicher Räume beitrage, indem neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Der Standort am Rande des Harzes diene zudem als Mahnung. Özdemir wies darauf hin, dass der Borkenkäfer, verstärkt durch die Klimakrise, in dieser Region große Waldflächen vernichtet hat.
Aufgaben und Ziele des Instituts
Das „Institut für Waldschutz“ ist das 18. Fachinstitut des Bundesforschungsinstituts für Kulturpflanzen und das vierte am Hauptsitz Quedlinburg. Unter der Leitung von Prof. Henrik Hartmann soll das Institut Strategien und Konzepte für den Waldschutz unter Berücksichtigung der Klimakrise erarbeiten.
Die Forschung konzentriert sich auf die Biologie, Vermeidung und integrierte Bekämpfung von Schädlingen und Krankheiten im Wald. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Stärkung der funktionalen Biodiversität, um natürliche Regulations- und Abwehrmechanismen des Waldes gegen Krankheiten und Schädlinge zu fördern. Dies soll die Forschung des Bundes und die Politikberatung in diesem Bereich stärken. Der fachliche Austausch mit Forschungs- und Waldschutzeinrichtungen der Länder sowie dem Thünen-Institut wird dabei eine wichtige Rolle spielen.
