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Birkenpollenflug und Kreuzallergien: Was Garten- und Landschaftsbauer wissen sollten

Der Frühling bringt verstärkten Birkenpollenflug, was die Belastung für Allergiker erhöht. Viele Betroffene entwickeln Kreuzallergien auf Steinobst oder Haselnüsse. Erfahren Sie mehr über Symptome und Therapiemöglichkeiten.

Birkenpollen: Belastung und zweijähriger Rhythmus

Die aktuellen Frühlingstemperaturen führen zu einer verstärkten Pollenfreisetzung in der Natur. Nach Hasel und Erle setzen nun auch die ersten Birken ihre Pollen frei, was die Belastung für Pollenallergiker in Deutschland erhöht.

Für die Osterzeit wird ein deutlicher Anstieg des Birkenpollenflugs erwartet, dessen Intensität vom Wetter abhängt. Birkenpollen zeigen, insbesondere in Nord- und Mitteldeutschland, einen zweijährigen Rhythmus in Bezug auf die freigesetzte Pollenmenge. Im Jahr 2012 wird mit einer besonders hohen Birkenpollenbelastung gerechnet.

Kreuzreaktionen und Symptome

Viele Birkenpollenallergiker können zusätzlich zum Heuschnupfen eine weitere allergische Reaktion entwickeln, insbesondere auf Stein- und Kernobst oder Haselnüsse.

Ursache hierfür sind die in diesen Nahrungsmitteln enthaltenen Allergene, die in ihrem Aufbau denen der Birkenpollen sehr ähneln. Unser Immunsystem kann sie kaum unterscheiden. Deshalb kann es bei ihrem Verzehr zu allergischen Kreuzreaktionen kommen.

Typische Symptome einer Kreuzallergie sind Kribbeln und Schwellungen im Mund- und Halsbereich. Bei sensiblen Pollenallergikern können diese Reaktionen auch zu Atembeschwerden und Luftnot führen.

Mehr als die Hälfte der erwachsenen Birkenpollenallergiker in Deutschland leidet an einer Kreuzallergie. Ihnen wird geraten, Steinobst möglichst nur in erwärmtem Zustand zu verzehren, da die hitzelabilen Allergene dadurch zerstört und verträglicher werden. Bei akuten Symptomen ist das Meiden des auslösenden Allergens die beste Maßnahme. Zur Linderung der Symptome können Tabletten mit nicht müde machenden Antihistaminika, kortisonhaltige Nasensprays oder Augentropfen mit Cromoglycin eingesetzt werden.

Therapiemöglichkeiten

Die Hyposensibilisierung stellt eine Therapieform dar, die den Verlauf eines Heuschnupfens langfristig beeinflussen kann. Durch diese Behandlung können Symptome verschwinden und die Notwendigkeit weiterer Medikamente entfallen.

Hintergrundinformationen

Die Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst (PID) misst seit über 20 Jahren den Pollenflug mit rund 45 Pollenfallen. Diese Daten bilden die Grundlage für die Pollenflugvorhersage des Deutschen Wetterdienstes.

Die Europäische Stiftung für Allergieforschung (ECARF) zertifiziert seit 2006 Produkte und Serviceleistungen, die die Lebensqualität von Allergikern verbessern, mit dem ECARF-Qualitätssiegel. ECARF fördert zudem die allergologische Forschung und Initiativen zur Verbesserung der medizinischen Behandlung allergischer Erkrankungen auf europäischer Ebene.

28.03.2012

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