„Paradiesapfel“ im Park Sanssouci: Gartenkunst und praktische Herausforderungen

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Die Ausstellung „Paradiesapfel“ im Park Sanssouci beleuchtet Gartenkunst, Landschaft und Architektur sowie praktische Gartenarbeit. Sie thematisiert auch Naturschutz, Klimawandel und Nachhaltigkeit. Der UNESCO-Welterbepark dient als Ort der Auseinandersetzung mit dem Wert historischer Gartenanlagen.

Die Ausstellung „Paradiesapfel“ im Park Sanssouci

Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) präsentiert im Park Sanssouci die Ausstellung „Paradiesapfel“. Diese widmet sich neben Gartenkunst, Landschaft und Architektur auch Aspekten der praktischen Gartenarbeit sowie zukünftigen Herausforderungen wie Naturschutz, Klimawandel und Nachhaltigkeit.

Der rund 300 Hektar große UNESCO-Welterbepark dient als Ort der Auseinandersetzung mit dem Wert und Nutzen historischer Gartenanlagen in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg. Unter den Stichworten Inszenierung, Genuss und Ernte werden unterschiedliche Interventionen die historischen und aktuellen Facetten des Welterbeparks beleuchten. Die „Exponate“ der insgesamt 19 Stationen sind bereits im Park vorhanden: Ausgewählte Gartenbereiche, Skulpturen, Bauten, Wiesen, Pflanzen und Bäume.

Thematische Schwerpunkte der Ausstellung

Die Ausstellung konzentriert sich auf drei Bereiche: das Umfeld des Neuen Palais, den Park Charlottenhof und das Schloss Sanssouci.

Im Bereich Inszenierung, insbesondere am Neuen Palais, wird die Architektur als Theaterkulisse und die Skulpturen als Erzähler von Geschichten und Legenden dargestellt. Hauptdarsteller sind hier der Parkgraben, das Heckentheater und der Kaiserliche Rosengarten.

Der Bereich Genuss findet sich im Park Charlottenhof, der ab 1825 von Peter Joseph Lenné angelegt wurde. Hier können Besucher die choreografierte Landschaft, den Duft der Rose und das Element Wasser als Quelle einer stimmungsvollen Atmosphäre erleben.

Der Schwerpunkt Ernte rund um das Schloss Sanssouci beleuchtet praktische Aspekte des Gartens. Es wird erklärt, wie Friedrich der Große den Obstanbau im Park Sanssouci nutzte und mit welchen Mitteln er diesen verbesserte. Zudem wird die Funktion alter und neuer Wassertechnik sowie der Einfluss veränderter Umweltbedingungen auf Erscheinungsbild und Pflege des Parks thematisiert.

Die 19 Stationen und eine ergänzende Ausstellung

Die 19 „Paradiesapfel“-Stationen sind in den Bereichen Neues Palais, Schloss Charlottenhof und Römische Bäder sowie im Lustgarten (Neue Kammern, Schloss Sanssouci, Obeliskportal) verteilt. Ein vorgegebener Rundgang existiert nicht. Rote Markierungen an den Wegen und Fahnen kennzeichnen die einzelnen Stationen.

Ergänzend zu den Themen im Park zeigt die SPSG im Hofgärtnerhaus der Römischen Bäder die Ausstellung „Von Blumenkammern und Landschaftszimmern. Der Garten im Innenraum 1740-1860“. Diese Ausstellung verdeutlicht anhand von Zeichnungen, Objekten aus Silber und Porzellan die Bedeutung des Gartens für die Menschen im 18. und 19. Jahrhundert und die Entwicklung der Sichtweise auf das Grün.

Serviceinformationen

Der Eintritt zum Park Sanssouci ist kostenfrei. Ein Kurzführer zur Ausstellung ist für 2 Euro an den Parkeingängen erhältlich. Der Park ist täglich von 8 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit geöffnet. Die Ausstellung in den Römischen Bädern kostet 5 Euro (ermäßigt 4 Euro) und ist täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr geöffnet, letzter Einlass ist um 17:30 Uhr.

Publikation

Zur Ausstellung ist im Deutschen Kunstverlag ein Begleitband erschienen:

  • „Königliche Gartenlust im Park Sanssouci Inszenierung, Ernte und Genuss“
  • 160 Seiten mit 100 farbigen und schwarzweißen Abbildungen
  • 13 x 23 cm, Broschur
  • 9,80 Euro
  • ISBN 978-3-422-07249-7

Ein Kurzführer ist für 2 Euro erhältlich.

Begleitprogramm und Fachtagung

Die Ausstellung wird von einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm begleitet, das Gartenseminare, eine Diskussionsreihe, Experten- und Familienführungen sowie Jogging- und Fitness-Termine umfasst.

Vom 4. bis 6. September findet eine internationale Fachtagung mit dem Titel „Wasserhaushalt und Pflanzen – Herausforderungen und Lösungen zu Beginn des 21. Jahrhunderts am Beispiel der Preußischen Gärten“ statt. Der Veranstaltungsort wird noch bekannt gegeben.

Digitale Angebote

Ein Blog bietet aktuelle Informationen und Einblicke in die Gartenarbeit in Sanssouci mit Fotostrecken, Hintergrundberichten, Interviews sowie Gärtner- und Veranstaltungstipps.

Die App „Schatzsuche im Paradies“ zur Ausstellung ermöglicht mit drei Quiz-Spielen das Erkunden des Parks. Sie bietet unterschiedliche Schwierigkeitsgrade für Kinder und Erwachsene, eine detaillierte Karte und GPS-Navigation. Die App inklusive Serviceinformationen und Veranstaltungskalender ist kostenfrei für Android- und iOS-Geräte verfügbar.

Barrierefreiheit

Für Besucher mit Mobilitätseinschränkungen steht während der Ausstellungszeit ein kostenloser Shuttle-Service zur Verfügung. Elektrofahrzeuge pendeln regelmäßig über den Ökonomieweg zwischen dem Grünen Gitter und dem Neuen Palais, mit einem Zwischenstopp an der Meierei/Römische Bäder. Die Fahrzeuge sind nicht für Rollstuhlfahrer geeignet.

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