Bedeutung der Landschaftsarchitektur für Städte
Landschaftsarchitektur leistet einen wertvollen Beitrag bei der Gestaltung unserer Städte und ihrer grünen Infrastruktur. Grünanlagen und Freiflächen in Städten stehen für mehr Wohnumfeld- und Lebensqualität, Orte der Begegnung und des Austauschs sowie für Klimaschutz und Naturerleben.
Dies betonte Staatssekretär Gunther Adler anlässlich der Preisverleihung.
Ausgezeichnete Projekte im Detail
Der Berliner Park am Gleisdreieck entstand auf einer 34 Hektar großen ehemaligen Bahnfläche. Die Jury begründete die Auszeichnung mit der „herausragenden Qualität“ des Parks. Der Dreiklang aus Ästhetik, Ökologie und Innovation sei „in national wie international beispielhafter Art und Weise entsprochen“ worden. Das Wechselspiel zwischen landschaftsplanerischem Gesamtkonzept und objekthaften Teilbereichen habe „eine neue Dimension von landschaftsarchitektonischen Antworten auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen“ geschaffen.
Der neue Landschaftspark der Weltkulturerbestätte Kloster Lorsch wurde von den Preisrichtern als „herausragendes Beispiel“ gewürdigt. Er zeige, wie historische Relikte und Spuren konservatorisch bewahrt und gleichzeitig stärker auf ihre landschaftlichen Beziehungen zurückgeführt werden können. Entlang des „Wegs der Natur“ und des „Wegs der Kultur“ können Besucher und Einheimische die baulichen Dimensionen der früheren Klosteranlage sowie deren Entstehung aus der Landschaft nachvollziehen.
Grünbuch „Stadtgrün“ als Grundlage für zukünftige Maßnahmen
Das unter Federführung des BMUB erstellte Grünbuch „Stadtgrün“ fasst den aktuellen Wissensstand zu urbanem Grün zusammen. Es dient als Grundlage für einen Dialog über den zukünftigen Stellenwert von Grün- und Freiflächen in Städten. Bis zum Frühjahr 2017 soll ein Weißbuch mit Handlungsmaßnahmen und Instrumenten zur Förderung städtischen Grüns erarbeitet werden.
