Bedeutung der Erdgeschichte für den Tourismus
Der Geotopschutz in Bayern feiert sein 30-jähriges Bestehen. Geotope, die als Zeugnisse der Erdgeschichte dienen, sollen künftig eine noch stärkere Rolle im sanften Tourismus des Freistaats spielen. Dies betonte die bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf anlässlich des Jubiläums.
30 Jahre Geotopschutz in Bayern sind eine Erfolgsgeschichte. Die Kenntnis unserer Natur- und Erdgeschichte ist wichtig für das Verständnis der Gegenwart. Der Blick in die Erdgeschichte ermöglicht auch, den Klimawandel besser zu begreifen. Geotope sind attraktive Ziele für einen naturverbundenen und naturnahen Tourismus. Wir wollen die Rolle der Geotope für den sanften Tourismus in Bayern weiter stärken.
Rund eine Million Menschen besuchen jährlich die 100 schönsten Geotope Bayerns. Insgesamt sind im Freistaat etwa 3.400 Geotope registriert, die ebenfalls von zahlreichen Besuchern frequentiert werden.
Neue Konzepte für geotouristische Erschließung
Um die Besucherzahlen weiter zu steigern, sollen neue Möglichkeiten für eine naturverträgliche touristische Nutzung geschaffen werden. Aktuell werden geotouristische Karten entwickelt, die erdgeschichtliche Fakten touristisch relevanter Regionen für naturinteressierte Besucher aufbereiten. Ein erster Konzeptentwurf für den Naturpark Altmühltal liegt bereits vor.
Als nächster Schritt ist geplant, Geotop-Beschreibungen entlang der alpinen Hauptwanderrouten bereitzustellen. Der jährliche „Tag des Geotops“, der seit 2002 jeweils am dritten Sonntag im September stattfindet, dient dazu, die Öffentlichkeit für Orte von erdgeschichtlicher Bedeutung zu begeistern.
Die Weltenburger Enge, ein herausragendes Geotop im Rahmen des Projekts „Bayerns schönste Geotope“, ist ein Beispiel für die Verbindung von Natur und Tourismus. Hier fließt die Donau markant zwischen 40 Meter hohen Felsen wie der „Langen Wand“ und der „Stillen Wand“. Dieser Ort diente auch als Rahmen für eine Fachtagung zur Inwertsetzung von Geotopen.
