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Innovationen bei Schaumkunststoffen: Von Rinde zu Dämmmaterial

Der FSK Innovationspreis Schaumkunststoffe würdigt wegweisende Projekte, von Grundlagenforschung bis zu praktischen Anwendungen. Besonders hervorzuheben sind biobasierte Hartschäume aus Rindenextrakt, die als nicht brennbares Dämmmaterial dienen und eine nachhaltige Alternative bieten.

Forschung und Anwendung im Fokus des FSK Innovationspreises

Der Fachverband Schaumkunststoffe und Polyurethane (FSK) e.V. hat in diesem Jahr erneut den Innovationspreis Schaumkunststoffe verliehen. Die prämierten Projekte zeigen eine Bandbreite von der Grundlagenforschung bis zu anwendungsnahen Lösungen. Während in den vergangenen 16 Jahren des Innovationspreises Polyurethane bereits zahlreiche kreative Produktideen und Entwicklungen, wie eine Herzklappe aus Polyurethan oder eine Haut für Haushaltsroboter, ausgezeichnet wurden, sind Ideen aus der Grundlagenforschung im Bereich der Schaumkunststoffe seltener.

So viele unterschiedliche und hochinteressante Bewerbungen um den Innovationspreis Schaumstoffe haben wir in der zweiten Auflage dieser Preisausschreibung nicht erwartet.

Dies beschreibt Rüdiger Simon, Mitglied des Vorstands und der Jury zum Innovationspreis, die diesjährigen Bewerbungen von Studenten und Unternehmen. Angesichts des Klimawandels und der Notwendigkeit, den Heizenergieverbrauch zu reduzieren, spielen Kunststoffschäume eine Schlüsselrolle für eine effiziente Gebäudedämmung. Diese Thematik stand auch bei der Verleihung des "Innovationspreises Schaumstoffe 2013" im Mittelpunkt.

Nachhaltige Dämmstoffe: Ausgezeichnete Projekte

Zwei Projekte von Studierenden und Nachwuchskräften, die Ideen zur Optimierung von Dämmungen entwickelten, wurden mit jeweils 1.500 Euro ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand am 3. Dezember in München im Rahmen der Fachtagung Polyurethane 2013 statt.

Eines der prämierten Projekte ist „BioFoamBark“, geleitet von Prof. Antoni Pizzi und Prof. Marie-Piere Laborie. Dieses Projekt befasst sich mit der Entwicklung von Hartschäumen aus Rindenextrakt, die als Dämmmaterial für Gebäude dienen sollen. Doktoranden der Universität Freiburg, namentlich Ricarda Böhm, Danny Garcia Marrero und Clément Lacoste, haben diese biobasierten Hartschäume entwickelt.

Die Herstellung dieser Hartschäume erfolgt überwiegend aus Tanninen und Furfurylalkohol, wodurch das Endprodukt zu über 80 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen besteht. Tannin, ein Bestandteil der Holzrinde von Nadelbäumen, fällt normalerweise als Abfallprodukt in der Holzindustrie an. Die entwickelten Hartschäume weisen ähnliche Wärmeleitfähigkeiten wie konventionelle Dämmmaterialien auf, sind jedoch im Gegensatz dazu nicht brennbar. Dies stellt einen Vorteil dar, insbesondere bei der Isolierung von Gebäuden.

13.12.2013

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