Die Bedeutung von Freiräumen für urbane Lebensqualität
Freiräume prägen im Zusammenspiel mit der Wohnbebauung den Alltag und die Lebensqualität von Wohnquartieren. Der Bund Deutscher Landschaftsarchitekten (bdla) dokumentiert in seinem aktuellen Flyer „Freiräume im Quartier“ die Kompetenzen und planerischen Leistungen von Landschaftsarchitekten in der Quartiers- und Freiraumentwicklung sowie der Gestaltung von Wohnumfeldern.
Die professionelle Entwicklung urbaner Freiräume trägt zur Wohn- und Lebensqualität im verdichteten, mehrgeschossigen Wohnungsbau bei. Die Außenanlagen im Wohnumfeld werden zu Orten für Freizeit und Naherholung, Naturerlebnisse, Begegnung, Kommunikation, Spiel und Sport.
Eine nachhaltige Quartiersentwicklung, die ökonomische, ökologische und stadtklimatische Aspekte berücksichtigt, ist ohne hochwertige Grün- und Freianlagen nicht denkbar. Die Gestaltung der Außenanlagen sollte dabei die Vielfalt der Lebensstile, Wohnmilieus und Nationalitäten widerspiegeln. Das Ziel der Profession ist es, Architektur und Grün in eine dauerhafte und sinnvolle Beziehung zu setzen.
Stadt wird – im Licht des Klimawandels – unter dem Gesichtspunkt der nachhaltigen Stadtentwicklung neu interpretiert und erlebt. Die Frage des Umgangs mit den natürlichen Lebensgrundlagen wird zur Frage der Zukunftsfähigkeit einer Gesellschaft. Freiraumstruktur, Formensprache, Material und Vegetation gründen sich auf die Eigenheit des jeweiligen Ortes, die Arten- und Pflanzenvielfalt der Region, die naturräumlichen Gegebenheiten sowie klimatischen Bedingungen. Dieser planerische Grundsatz muss in der Quartiers- und Freiraumentwicklung als wertvolle Errungenschaft erhalten und weiterentwickelt werden.
Der Flyer „Freiräume im Quartier“ ist das vierte Faltblatt des bdla zu Tätigkeitsfeldern von Landschaftsarchitekten. Zuvor erschienen bereits „Gartenvisionen“, „Der Firmengarten“ und „Freiräume für Kinder“.