Internationale Fachtagung zur ökologischen Grünraumpflege
Die Aktion „Natur im Garten“ veranstaltete ein internationales Treffen, das sich der ökologischen Pflege von Gärten und Grünräumen widmete. Expertinnen und Experten aus Österreich, der Schweiz und Deutschland informierten 180 Teilnehmende über aktuelle Forschungsergebnisse und Praxiserfahrungen. Erstmals konnten auch Schulen und Privatpersonen am Praxisprogramm teilnehmen.
Fachveranstaltungen wie diese sollen den Blick auf ökologische Aspekte in der Garten- und Grünraumpflege lenken. Dabei werden aktuelle Forschungsergebnisse diskutiert und praktische Erfahrungen ausgetauscht.
Pflanzen als Lebewesen mit komplexen Fähigkeiten
Ein zentrales Thema der Veranstaltung war die Kommunikation von Pflanzen mit ihrer Umwelt. Pflanzen sind nicht nur Produktions- und Gestaltungselemente, sondern Lebewesen mit komplexen Fähigkeiten. Dieses Verständnis bildet die Grundlage für eine ökologische Planung und Pflege.
Pflanzen stehen in einem intensiven Informationsaustausch mit ihrer Umgebung und bilden Netzwerke, die durch Pilze unterstützt werden. Das Verständnis dieser Prozesse kann für die Pflanzengesundheit genutzt werden und bietet vielfältige praktische Anwendungsmöglichkeiten.
Praxiswissen und aktuelle Themen
Weitere Beiträge befassten sich mit der nicht-chemischen Unkrautbekämpfung und dem Einsatz von Bioziden im Garten. Ein Bio-Zierpflanzenbetrieb gab Einblicke in seine Arbeit. Eine Podiumsdiskussion widmete sich der Torfreduktion und -vermeidung.
Zudem wurden Herkunft und ökologischer Fußabdruck von Biodüngern thematisiert. Über 200 Schülerinnen und Schüler aus Langenlois besuchten den Praxisblock „Aus der Praxis für die Praxis“, der in diesem Jahr von der Universität für Bodenkultur betreut wurde.
Aussteller verschiedener Firmen und ein Informationsstand der Landwirtschaftskammer Niederösterreich ergänzten das zweitägige Programm.