Aus- und Weiterbildung, Messen und Veranstaltungen

Frauenpower im GaLaBau: Eine Chance gegen den Fachkräftemangel?

Die Veitshöchheimer Landespflegetage beleuchteten die Rolle von Frauen im Garten- und Landschaftsbau. Angesichts des Fachkräftemangels wird die Gewinnung weiblicher Arbeitskräfte als entscheidend für die Zukunft der Branche angesehen.

Nachwuchssicherung als zentrale Herausforderung im GaLaBau

Angesichts von nur acht Prozent weiblicher Auszubildender in der Branche forderte Schäfer eine verstärkte Anstrengung, um dem demografischen Wandel und dem drohenden Fachkräftemangel zu begegnen. Die Veranstaltung, die in diesem Jahr im Würzburger Vogel Convention Center stattfand, thematisierte neben Energiepflanzen, standortgerechten Begrünungen und Naturstein auch die Nachwuchssicherung.

Schäfer hob hervor, dass mit dem Tarifabschluss 2013 bereits ein erster Schritt zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für Landschaftsgärtner gemacht wurde. Günter Knüppel vom Bayerischen Staatsministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten bestätigte den bundesweiten Rückgang der Auszubildendenzahlen im Garten- und Landschaftsbau um 400 im vergangenen Jahr, davon 80 in Bayern. Er unterstrich die Bedeutung optimaler Bildungsvoraussetzungen, um diesem Trend entgegenzuwirken.

Investitionen in Forschung und Lehre für eine nachhaltige Zukunft

Der Freistaat Bayern investierte bereits in der Vergangenheit in Forschung und Lehre der LWG in Veitshöchheim und plant weitere Maßnahmen. Dazu gehören ein neues Gebäude für die Gartenbauverwaltung sowie ein Mehrzweckgebäude im Versuchsgelände Stutel. Knüppel betonte, dass die Landespflege angesichts des Klimawandels vor neuen Herausforderungen stehe. Er verwies auf innovative Lösungen wie begrünte Dächer, Versickerungssysteme und zukünftig grüne Wände, die zur Bewältigung der Folgen der Erderwärmung beitragen.

Frauen als Bereicherung für das Arbeitsklima und die Branche

Eine Diskussionsrunde mit ehemaligen Veitshöchheimern verdeutlichte die positive Wirkung von Frauen im Garten- und Landschaftsbau. Martin Gaissmaier von Gaissmaier Landschaftsbau in Freising attestierte ihnen Kreativität. Die Gartengestalterin Piä Präger hob hervor, dass Frauen das Arbeitsklima in Gartenbauteams verbessern, eher Verantwortung übernehmen und Organisationstalente sind. Michael Volland von noris inklusion in Nürnberg ergänzte, dass auch Menschen mit Behinderungen einen Platz im Gartenbau finden.

07.02.2014

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