Wachstum im GaLaBau-Arbeitsmarkt und positive Entwicklung
Der Garten- und Landschaftsbau (GaLaBau) hat im Jahr 2013 einen Gesamtumsatz von 6,33 Milliarden Euro erzielt. Dies stellt eine Steigerung von fast 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr dar, was einem Umsatzplus von über 200 Millionen Euro entspricht. Seit 2005 konnte die Branche ihren Gesamtumsatz kontinuierlich von 4,24 Milliarden Euro auf den aktuellen Wert steigern.
Grün – hier besonders Grün in der Stadt – wird in Zukunft noch weiter an Bedeutung gewinnen. Immer mehr Menschen wünschen sich ein grünes Umfeld in ihrer direkten Umgebung: Denn Grün schafft Lebensqualität – ob im privaten Garten oder in öffentlichen und gewerblichen Parkanlagen. Überdies macht urbanes Grün Standorte attraktiv und steigert den Wert von Immobilien.
Dieses wachsende Bedürfnis nach Grün führt zu einer steigenden Nachfrage nach Dienstleistungen im Bereich des Bauens mit Grün.
Arbeitsmarkt im GaLaBau wächst
Die positive Entwicklung spiegelt sich auch im Arbeitsmarkt wider. Im Jahr 2013 waren 16.522 Fachbetriebe im GaLaBau tätig, was einem Anstieg von 1,57 Prozent gegenüber 2012 (16.267 Betriebe) entspricht. Die Zahl der Beschäftigten stieg um 3,09 Prozent von 100.434 im Jahr 2012 auf 103.551 Personen im Jahr 2013.
Die Insolvenzquote der Branche lag 2013 bei 0,62 Prozent und damit unter dem Vorjahreswert von 0,64 Prozent. Bei den über 3.500 Mitgliedsbetrieben des Bundesverbands Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) betrug die Quote 0,49 Prozent, während sie bei Nichtmitgliedern 0,65 Prozent erreichte.
Die GaLaBau-Branche mit ihren überwiegend kleinen und mittleren Unternehmen hat sich zu einem hoch technisierten und innovativen Wirtschaftszweig entwickelt, der ausgezeichnete berufliche Zukunftsperspektiven bietet. Auch ein Ergebnis der vorausschauenden und zukunftsorientierten Tarifpolitik.
Die gestiegene Nachfrage nach grünen Dienstleistungen und die erhöhte Investitionsbereitschaft in „lebendiges Grün“ trugen zum Erfolg bei. Insbesondere die arbeitsfreundlichen Temperaturen in der zweiten Jahreshälfte ermöglichten es den Betrieben, witterungsbedingte Einbußen vom Jahresanfang auszugleichen.
Um weiterhin als Wachstumsmotor der Branche zu fungieren, gilt es auch in Zukunft stabile und florierende Märkte zu bedienen. Die herausragende Stellung der Branche muss für unsere Mitgliedsbetriebe weiterhin Ansporn sein, ihre Eigenkapitalbasis weiter zu stärken, ihre Mitarbeiter zu schulen, ihre Kundenbeziehungen stetig zu verbessern und kontinuierlich Innovationen zu entwickeln. Nur erfolgreiche Betriebe setzen sich im Markt durch und sichern gleichzeitig Arbeitsplätze und damit das wirtschaftliche Überleben.
Marktanteile und Umsatzpotenziale im GaLaBau
Der Privatgarten-Bereich zeigte auch 2013 eine positive Entwicklung. Der Umsatzanteil aus privaten Hausgärten stieg leicht von 56,0 Prozent im Jahr 2012 auf 56,3 Prozent des Gesamtumsatzes von rund 6,33 Milliarden Euro.
Im öffentlichen Bereich lag die Auftraggeberstruktur 2013 bei 17,7 Prozent des Umsatzes, leicht über dem Vorjahreswert von 17,3 Prozent. Der reale Umsatz stieg hier von 1,05 Milliarden Euro im Jahr 2012 auf 1,12 Milliarden Euro im Jahr 2013. Der Wohnungsbau verzeichnete einen deutlichen Anstieg und machte 11,0 Prozent des Umsatzes aus (2012: 8,3 Prozent). Die Industrie lag mit 6,1 Prozent leicht unter dem Wert von 2012 (6,8 Prozent). Bei Generalunternehmern wurde ein sinkender Umsatzanteil von 4,6 Prozent gegenüber 7,8 Prozent im Jahr 2012 verzeichnet. Sonstige Bereiche trugen 4,3 Prozent bei (2012: 3,8 Prozent).
Für die Zukunft sehen wir besonders im Bereich öffentliches und gewerbliches Grün ein großes Umsatzpotenzial. Die steigende Nachfrage nach Grün in den Städten wird auch bei den Verantwortlichen die Notwendigkeit von mehr attraktiv gestalteten öffentlichen Grünanlagen und grünen Freiräumen wachsen lassen. Nicht nur privates Grün, sondern auch lebendiges Grün in Parks und Firmengärten möchten die Menschen genießen. Politisch haben wir Landschaftsgärtner zusammen mit bisher 21 Unterzeichnern aus Wirtschaft und Gesellschaft die Charta Zukunft Stadt und Grün verfasst, die diesem Wunsch nach Grün in der Stadt gegenüber der Politik Ausdruck verleiht.
Die Charta „Zukunft Stadt und Grün“ betont das Potenzial und den Nutzen von urbanem Grün und zielt darauf ab, dessen Lösungspotenzial in Politik und Verwaltung stärker zu berücksichtigen. Dabei sollen auch kleine und schnell umsetzbare Lösungen Beachtung finden.
Neuanlage von Grün bleibt wichtigster Umsatzträger
Die Neuanlage von Grün war auch 2013 der stärkste Umsatzträger im GaLaBau. Dieser Bereich stellte mit 76 Prozent des Umsatzes den Arbeitsschwerpunkt dar. Der Anteil der Pflege bestehender Anlagen stieg leicht auf 21 Prozent des Umsatzes.
Stabile Ausbildungsquote im GaLaBau
Im Gegensatz zu vielen Betrieben aus Industrie und Handwerk haben wir in den letzten Jahren mit unserer kontinuierlichen und engagierten Nachwuchswerbung die Zahl der Ausbildungsplätze kontinuierlich erhöht.
Die Ausbildungsquote, gemessen an den gewerblichen Arbeitskräften, lag 2013 bei knapp neun Prozent und blieb damit stabil. Insgesamt ließen sich im vergangenen Jahr 6.749 junge Menschen in gewerblichen Garten- und Landschaftsbau-Betrieben zu Landschaftsgärtnern ausbilden. Dies ist ein leichter Anstieg gegenüber 6.736 Auszubildenden im Jahr 2012. Trotz der abnehmenden Zahl von Schulabgängern konnte die Zahl der Auszubildenden auf einem hohen Niveau gehalten werden.
