Umfassende wissenschaftliche Bewertung von Glyphosat
Die Europäische Union führt regelmäßige Überprüfungen von Wirkstoffen wie Glyphosat durch, um deren Sicherheit gemäß dem Vorsorgeprinzip und dem aktuellen Stand der Wissenschaft zu gewährleisten. Unabhängige Wissenschaftler in Deutschland und den EU-Mitgliedstaaten haben Glyphosat umfassend bewertet und kommen zu dem Schluss, dass bei sachgerechter Anwendung keine gesundheitlichen Bedenken bestehen.
Bei der Bewertung von Glyphosat wurde auch die Einschätzung der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) der WHO berücksichtigt. Die wissenschaftliche Gemeinschaft unterscheidet hierbei zwischen zwei Betrachtungsweisen: Einerseits die Wirkung bei sachgerechter Anwendung in der Praxis unter den vorgegebenen Auflagen, andererseits das theoretische Krebspotenzial bei Anwendungsarten und -mengen, die in der Praxis nicht relevant sind. Diese Perspektiven ergänzen sich und stehen nicht im Widerspruch zueinander.
Auf Grundlage aller verfügbaren Erkenntnisse besteht bei bestimmungsgemäßer und sachgerechter Anwendung des Wirkstoffs Glyphosat kein Zweifel an der gesundheitlichen Unbedenklichkeit. Die EU-Kommission hat am 19. Mai 2016 eine befristete Verlängerung der aktuellen Zulassung vorgeschlagen, um die Zeit bis zu einer abschließenden Abstimmung zu überbrücken.
Grundlage der Entscheidung ist und bleibt für mich die wissenschaftliche Bewertung. Sollten sich in Zukunft aufgrund neuer Studien nachweisbare Gesundheitsrisiken durch Glyphosat oder andere Wirkstoffe ergeben, kann die EU die Genehmigung eines Wirkstoffs ändern, ruhen lassen oder zurücknehmen.
