Warum der richtige Schnitt bei Kletterpflanzen so wichtig ist
Ein regelmäßiger Schnitt ist bei den meisten Kletterpflanzen entscheidend, um ihre Wuchsform und Blühfreudigkeit zu erhalten. Bei fruchttragenden Kletterpflanzen, wie der Minikiwi, kann ein Sommerschnitt zudem die Fruchtausbildung verbessern und somit zu einer reicheren Ernte führen.
Sommerschnitte bieten den Vorteil, dass Schnittwunden schneller verheilen, wodurch das Eindringen von Pilzen und Bakterien erschwert wird. Bei starkwüchsigen Arten wie dem Blauregen kann der Schnitt außerdem das Wachstum moderieren. Kletterpflanzen nutzen vertikale Flächen und sind daher vielseitige Gestaltungselemente für Pergolen, Balkone oder als Sichtschutz an Hauswänden.
Spezifische Pflege für Blauregen und Minikiwi
Der Blauregen (Wisteria) ist eine starkwüchsige Kletterpflanze, die kräftige Triebe entwickelt. Ein regelmäßiger Rückschnitt ist notwendig, um eine reiche Blüte im Frühjahr zu gewährleisten und das Wachstum zu kontrollieren.
Blauregen eignet sich nicht für die Kübelhaltung am Balkon und sollte deshalb frei ausgesetzt werden. Wer dennoch von den herrlichen, blauvioletten Blütentrauben der Königin der Kletterpflanzen als Zierde für den eigenen Balkon träumt, der kann die Pflanze vom Erdboden bis zum Balkongeländer hinaufleiten. Vom Balkon aus sind dann auch die Schnittmaßnahmen leicht machbar.
Es ist ratsam, Blauregen von Fallrohren fernzuhalten, da er diese mit der Zeit umschlingen und beschädigen kann. Im Frühsommer werden alle Seitentriebe auf etwa 30 bis 50 cm eingekürzt. Die Blüten für das kommende Frühjahr bilden sich an den verbleibenden Kurztrieben. Neue Triebe, die sich im Sommer entwickeln, sollten entfernt werden, bevor sie verholzen. Im Spätwinter erfolgt ein weiterer Rückschnitt der bereits eingekürzten Seitentriebe auf etwa zwei bis drei Knospen.
Die Minikiwi, beispielsweise die selbstbefruchtende Sorte 'Issai', ist für geschützte Lagen ein geeignetes Gestaltungselement. An einem Klettergerüst kann sie Wände und Fassaden begrünen oder als Sichtschutz dienen. Neben der ästhetischen Bereicherung und den Früchten trägt sie auch zum Klimaschutz bei.
Für geschützte Lagen ist die Minikiwi, zum Beispiel die selbstbefruchtende Sorte „Issai“, ein lohnenswertes Gestaltungselement. An einem Klettergerüst gezogen, begrünt sie Wände und Fassaden oder kann als Sichtschutzelement dienen. Neben der ästhetischen Bereicherung und den köstlichen Früchten, trägt eine derartige Gestaltung sogar aktiv zum Klimaschutz bei.
Die Früchte der Minikiwi sind reich an Vitamin C und können bei richtiger Pflege von September bis November direkt von der Pflanze mit Schale verzehrt werden. Für einen gleichmäßigen und reichhaltigen Ertrag ist ein regelmäßiger Schnitt empfehlenswert. Die wichtigste Schnittmaßnahme erfolgt ab Juni, wobei alle Neutriebe auf etwa fünf bis sieben Augen zurückgeschnitten werden. An diesen sogenannten "Zapfen" bilden sich im nächsten Jahr die Früchte. Ein zu später Schnitt führt zu starkem Wuchs und erschwert die Pflege der Pflanzen.
