Optimale Pflege für Zimmerpflanzen in der kalten Jahreszeit
Zimmerpflanzen tragen maßgeblich zur Verbesserung des Raumklimas bei, indem sie Schadstoffe filtern, Staub binden und die Luftfeuchtigkeit erhöhen. Ihr Anblick wirkt zudem konzentrationsfördernd, stressmindernd und beruhigend, was das Wohlbefinden steigert. Eine angepasste ökologische Pflege unterstützt die Pflanzen in ihrer Funktion, besonders während der Wintermonate.
In der kalten Jahreszeit sind Zimmerpflanzen besonderen Belastungen ausgesetzt. Heizungsluft, veränderte Lichtverhältnisse, Zugluft und Schädlingsbefall können ihnen zusetzen. Eine gezielte Pflege ist daher entscheidend.
Während des Winters bedarf den Pflanzen in Innenräumen besondere Aufmerksamkeit. Heizungsluft, veränderte Lichtverhältnisse, Zugluft und Schädlingsbefall machen den Zimmerpflanzen in dieser Jahreszeit häufig zu schaffen.
Pflegehinweise für Zimmerpflanzen im Winter
- Die Bewässerung sollte bedarfsgerecht erfolgen. Eine Fingerprobe gibt Aufschluss darüber, ob nicht nur die Erdoberfläche, sondern auch die darunterliegende Erde trocken ist. Viele Zimmerpflanzen, die ursprünglich aus feuchten Regionen stammen, vertragen Trockenheit schlecht. Regelmäßiges Besprühen der Blätter mit einer Sprühflasche, insbesondere bei Pflanzen über Heizkörpern, erhöht die Luftfeuchtigkeit. Auch ein Wasserbehälter am Heizkörper kann hier unterstützend wirken.
- Die Düngung ist im Winter zurückhaltend zu gestalten. Maximal einmal monatlich sollte mit organischem Dünger oder Komposttee gedüngt werden. Für die meisten Pflanzen genügen drei Düngergaben über den gesamten Winter.
- Beim Lüften ist Vorsicht geboten. Pflanzen, die nahe an geöffneten Fenstern stehen, können bei frostigen Temperaturen Erfrierungen erleiden. Es empfiehlt sich, Fenster, die regelmäßig zum Lüften geöffnet werden, im Winter pflanzenfrei zu halten.
- Lichtverhältnisse sind entscheidend. Vorhänge sollten tagsüber geöffnet bleiben, um das spärliche Tageslicht optimal zu nutzen. Durch Heizungsluft verstauben Blätter schneller, was die Lichtaufnahme mindert. Regelmäßiges Abwischen oder Abbrausen mit lauwarmem Wasser entfernt Staub und kann gleichzeitig Schädlinge beseitigen.
- Die Schädlingskontrolle ist im Winter besonders wichtig, da geschwächte Pflanzen anfälliger sind. Regelmäßige Kontrollen auf Schädlinge wie Schild-, Wollläuse, Thripse oder Trauermücken ermöglichen eine frühzeitige und pflanzenschonende Behandlung.
Umgang mit spezifischen Schädlingen
Schild- und Wollläuse sind an kleinen, braunen oder weißen, wolligen Wülsten an Blattadern und Stängeln erkennbar. Sie können abgebürstet werden. Bei stärkerem Befall von hartlaubigen Zimmerpflanzen können Präparate auf Rapsöl-Basis eingesetzt werden.
Trauermücken legen ihre Eier in feuchter Erde ab. Während die Mücken selbst als Lästlinge gelten, ernähren sich ihre Larven von abgestorbener organischer Substanz und Wurzeln, was empfindliche Pflanzen schwächen kann. Bei Befall sollte die oberflächliche Erdschicht im Topf austrocknen, indem nur von unten (in den Untersetzer) gegossen wird. Eine etwa 1 cm dicke Sandschicht auf der Erdoberfläche kann die Eiablage und das Schlüpfen der Mücken verhindern. Erwachsene Mücken lassen sich mit Gelbtafeln oder durch Absaugen mit dem Staubsauger bekämpfen. Bei starkem Befall sind im Fachhandel Neem (Azadirachtin)-Präparate oder Nützlinge wie Nematoden erhältlich, die mit dem Gießwasser ausgebracht werden.
