Erfolgreiche Umsetzung im Biotopverbundsystem der Schwarzen Laber
Im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz wurde 2013 ein Pilotprojekt zum Einsatz von Ersatzgeldern initiiert. Dieses Projekt dient dem Ausgleich unvermeidbarer Eingriffe in die Natur.
In der Region ziehen alle an einem Strang. Landwirte, Kommunen, Verbände und Behörden treten gemeinsam für die ökologische Aufwertung ihrer Landschaft ein. Durch das gemeinsame Vorgehen stößt das Projekt auf große Akzeptanz. Neumarkt ist ein Vorbild für ganz Bayern.
Im Rahmen des Pilotprojekts wird ein Biotopverbundsystem im Talraum der Schwarzen Laber aufgebaut. Die dortigen Magerrasenflächen werden extensiv mit Schafen beweidet. Bislang wurden 25 Hektar Flächen im Wert von rund 550.000 Euro für die ökologische Aufwertung erworben.
Der Projektträger ist der Landschaftspflegeverband Neumarkt. Zu den weiteren Projektpartnern zählen das Landratsamt Neumarkt, die Regierung der Oberpfalz und der Bayerische Naturschutzfonds. Das Pilotprojekt ist bis 2017 angesetzt.
Bayerische Kompensationsverordnung als Instrument
Ein wesentliches Instrument zur Vereinbarung von wirtschaftlicher Entwicklung und landschaftlichen Qualitäten ist die 2014 in Kraft getretene Bayerische Kompensationsverordnung (BayKompV). Diese Verordnung regelt Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen für Eingriffe in die Natur, einschließlich Ersatzzahlungen.
Durch die BayKompV wird eine räumliche und zeitliche Flexibilität der Kompensationsmaßnahmen ermöglicht.
Die Kompensationsverordnung steht für Qualität vor Quantität. Nicht der Flächenumfang, sondern die ökologische Qualität der Ausgleichsmaßnahmen ist entscheidend. Damit wird ein sachgerechter Interessensausgleich zwischen Naturschutz, Landwirtschaft und Vorhabensträgern geschaffen.