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Pilzresistente Weinreben: Genetischer Code von Regent entschlüsselt

Der genetische Code der pilzresistenten Rotweinrebsorte Regent wurde entschlüsselt. Dies soll die Züchtung neuer resistenter Sorten beschleunigen und den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln im Weinbau reduzieren.

Genetische Entschlüsselung beschleunigt Züchtung und fördert Umweltschutz

Obwohl die Resistenz der Sorte Regent bereits vor der Entschlüsselung bestand, ermöglicht der nun vorliegende genetische Code den Vergleich von Genomen resistenter und nicht-resistenter Rebsorten. Das Braunschweiger Institut berichtet, dass die für Regent charakteristischen Mehltau-Resistenzgene so schneller identifiziert werden können. Dies soll den Züchtungsprozess neuer resistenter Sorten um bis zu zehn Jahre beschleunigen.

Die Forscher erwarten zudem schnellere Erfolge durch die Kombination verschiedener Resistenzen, um widerstandsfähige und angepasste Sorten zu entwickeln. Viele langwierige Arbeitsschritte könnten dadurch entfallen. Resistente Sorten versprechen insbesondere Einsparungen beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln gegen den Echten und Falschen Mehltau.

Falscher Mehltau befällt die Spaltöffnungen junger Weinblätter und tritt als dichtes, flaumiges Gespinst auf der Blattunterseite auf. Bei starkem Befall stirbt das Laub ab, was die Versorgung der Weinbeeren reduziert, die Fruchtreife verzögert und den Fruchtzuckergehalt mindert. Dies führt zu Qualitätsverlusten. Echter Mehltau befällt zusätzlich die Blattoberseite.

Traditionelle Sorten wie Riesling und Spätburgunder sind besonders anfällig für diese aus Nordamerika eingeschleppten Krankheitserreger. Das JKI berichtet, dass durch den Anbau resistenter Sorten mehr als die Hälfte der Pflanzenschutzmittel eingespart werden kann. Ohne den Anbau resistenter Sorten oder den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln käme es zu erheblichen wirtschaftlichen Schäden.

Forschung für nachhaltigen Weinbau und Qualitätssteigerung

Die aktuellen Forschungsergebnisse werden von den Wissenschaftlern als Beitrag zum umweltschonenden Weinbau gewertet. Deutschland gilt seit Jahren als führend in der Züchtung und im Anbau pilzwiderstandsfähiger Reben. Das Julius Kühn-Institut forscht im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Ziel des JKI-Instituts für Rebenzüchtung ist die Entwicklung von Rebsorten, die eine hohe Traubenqualität mit Widerstandseigenschaften verbinden.

25.11.2009

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