Nürnbergs Innenstadt wird grüner: Zwölf neue Stadtbäume am Lorenzer Platz
Die Initiative „Grün in die Stadt“ des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Bayern (VGL Bayern) unterstützt die mobile Begrünung in Nürnberg. Zwölf Stadtbäume wurden vor dem Hauptportal der Lorenzkirche aufgestellt, um das Stadtklima zu verbessern.
Bereits im September 2020 wurden mit dem Projekt „Lorenz grün…mitten in der Stadt“ temporäre Grünflächen um die Lorenzkirche geschaffen. Diese Aktion, initiiert von der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde St. Lorenz und dem Verein Grünclusiv sowie gefördert durch den VGL Bayern, fand positive Resonanz. Dies führte zur dauerhaften Begrünung des westlichen Lorenzer Platzes mit den neuen Stadtbäumen in Pflanzkübeln.
Die Standorte für die Bäume wurden vom Servicebetrieb Öffentlicher Raum (SÖR) der Stadt Nürnberg in Zusammenarbeit mit dem Stadtplanungsamt festgelegt. Der SÖR stellte die Pflanzgefäße bereit. Der Verein Grünclusiv spendete acht mobile Feldahorne, die zuvor auf dem Karl-Pschigode-Platz standen und nun in größeren Kübeln am Lorenzer Platz mehr Raum erhalten.
Vier weitere Bäume wurden vom VGL Bayern und Partnern beigesteuert: Die Firma H. Lorberg Baumschulerzeugnisse lieferte je eine Silberlinde, Robinie, Vogelkirsche und Schwedische Mehlbeere. Die Bepflanzung sowie das Pflanzsubstrat übernahm der Fachbetrieb Nordgrün Nürnberg Garten- und Landschaftsbau. Zusätzlich wurden Bänke zwischen den Bäumen aufgestellt, um die Aufenthaltsqualität des Platzes zu erhöhen.
Oberbürgermeister Marcus König betonte die Notwendigkeit von mehr Bäumen in den dicht bebauten Innenstadtbereichen Nürnbergs zur Bewältigung des Klimawandels.
In den stark verdichteten Innenstadtbezirken Nürnbergs gibt es nur wenige Straßenbäume. Aber um dem Klimawandel zu begegnen, brauchen wir unbedingt mehr Bäume. Deshalb freut es mich sehr, dass wir hier in einem gut funktionierenden Zusammenspiel verschiedener Stellen gleich zwölf Bäume aufstellen können, die mit den sich verändernden klimatischen Bedingungen zurechtkommen. Mein herzlicher Dank geht an Grünclusiv und den VGL Bayern für diese Spende.
Bürgermeister und Erster SÖR-Werkleiter Christian Vogel hob die Vorteile mobiler Bäume hervor.
Die Planung von erdgebundenen Baumstandorten ist relativ aufwändig und braucht Zeit. Manchmal müssen für eine Pflanzung sogar Versorgungsleitungen umgelegt werden. Ein neuer Straßenbaum kann deshalb oft nur dann gepflanzt werden, wenn größere Straßenumbaumaßnahmen anstehen. Dafür setzen jetzt unsere mobilen Bäume ein Zeichen: Sie drängen in die Fußgängerzone, die oftmals nur schnell durchlaufen wird, und machen aus der Laufstrecke einen Ort mit Aufenthaltsqualität.
Der VGL Bayern engagiert sich mit „Grün in die Stadt“ für mehr öffentliche Grünflächen und fördert den Dialog zwischen Entscheidungsträgern und Institutionen. Verbandspräsident Gerhard Zäh forderte weitere Investitionen in die grün-blaue Infrastruktur, um die Lebensqualität in Städten nachhaltig zu verbessern.
Die neuen Solitärbäume tragen zur Verschönerung des Stadtbildes bei und sollen dem „Hitzeinsel-Effekt“ in Nürnberg entgegenwirken. Dieser Effekt beschreibt hohe Tagestemperaturen in der Innenstadt und geringe nächtliche Abkühlung aufgrund der Wärmespeicherung von Materialien wie Beton. Durch Schattenwurf und Verdunstungskälte leisten die Bäume einen Beitrag zur Kühlung, insbesondere in stark versiegelten Bereichen. Dafür ist eine kontinuierliche Bewässerung der Gehölze notwendig.

