Gründe für die Insolvenz und Fortführung des Betriebs
Als Grund für den Insolvenzantrag werden Liquiditätsschwierigkeiten genannt. Diese resultieren aus einem erheblichen Umsatzrückgang, der auf den Wegfall des russischen Marktes infolge des Ukrainekrieges zurückgeführt wird. Zusätzlich haben gestiegene Kosten die Liquidität des Unternehmens belastet. Der Geschäftsbetrieb mit 45 Mitarbeitern wird uneingeschränkt fortgeführt.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Sicherstellung der Bewässerung der Pflanzen, insbesondere angesichts der aktuellen trockenen und heißen Wetterlage. Dr. Kaufmann verschafft sich derzeit einen Überblick über die finanzielle Lage des Unternehmens.
Das erste Ziel ist die Stabilisierung des Geschäftsbetriebes. Danach suchen wir eine zukunftsfähige Lösung zum Erhalt der BCM. Alle Möglichkeiten vom Insolvenzplan bis zu einer übertragenden Sanierung werden einbezogen. Unser Ziel ist die Rettung des Unternehmens und der Erhalt möglichst vieler Arbeitsplätze. Ich werde dazu Gespräche mit allen Beteiligten führen.
Unternehmensprofil und Produktpalette
Die BCM Baumschule, deren Namensgeber Christoph Marken seit 2007 Eigentümer ist, betreibt seit über 50 Jahren Baumschulen. Die Anbaufläche umfasst etwa 66 Hektar an vier Standorten im Ammerland. Zusätzlich werden rund 34 Hektar Landwirtschaftsfläche für den Anbau von Getreide und Mais genutzt.
Das Unternehmen ist bekannt für seine Bestände an Rhododendron, Laubgehölzen, Rosen und Bambus sowie Koniferen und Beerenobst. Die Produkte sind in Größen von einem bis zu 1000 Litern erhältlich.
Christoph Marken äußerte sich zur aktuellen Situation:
Die nächsten Wochen werden für das gesamte Team eine große Herausforderung. Wir werden den Betrieb fortführen und den Verwalter bestmöglich unterstützen. Ich hoffe, dass wir eine zukunftsfähige Lösung erzielen können.
Andere Gesellschaften der BCM- und der EPS-Gruppe sind von diesem Insolvenzverfahren nicht betroffen.
